Begleitfahrzeug fährt Finnen Kanerva bei U23-WM-Rennen um

Das Thema Sicherheit bei Rennen ist in Fahrerkreisen seit Jahren nicht grundlos viel diskutiert – und wurde im Straßenrennen der U23 bei der WM im norwegischen Bergen durch einen schweren Unfall zusätzlich befeuert.

So wurde der Finne Joni Kanerva von einem plötzlich vor ihm ausscherenden Begleitfahrzeug in die Streckenbegrenzung abgedrängt und prallte mit hohem Tempo gegen die Absperrgitter.

Der 22 Jahre alte Kanerva blieb zunächst regungslos liegen und wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurden Schnittwunden im Gesicht, Rippenquetschungen sowie ein Schlüsselbeinbruch diagnostiziert. Medienberichte zufolge befindet sich Kanerva in einem „stabilen Zustand“.

Thema Fahrersicherheit neu befeuert

In den letzten Jahren war es bei UCI-Rennen immer wieder zu schweren Unfällen zwischen Fahrern und Begleitautos oder Motorrädern gekommen – und hatte in Fahrerkreisen große Kritik am Radsport-Weltverband hervorgerufen. So betonte Tony Martin (Katusha-Alpecin) am Rande der WM, „dass wir gegen eine komplette Wand laufen“ und befürwortete die Abwahl von Brian Cookson als UCI-Präsidenten, dessen Nachfolger der Franzose David Lappartient ist.

„Alle Anregungen, die wir gebracht haben – hat sich nullkommagarnichts geändert. Gerade Fahrersicherheit ist ein ganz großes Thema und das sollte sich der Präsident eines Weltverbandes ganz groß auf die Brust schreiben. Deswegen war ich nicht begeistert von seiner Amtszeit“, meinte der vierfache Zeitfahr-Weltmeister Martin.

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