UCI-Präsident Lappartient: 2020 kein WM-Mannschaftszeitfahren mehr

Ab 2020 Geschichte: Team-Zeitfahren bei der Straßen-WM (Hier Sieger Omega-Pharma-QuickStep 2013 in Florenz) - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Neue Besen kehren schnell: Kurz nach seinem Amtsantritt hat der neue UCI-Präsident David Lappartient das baldige Ende der Mannschaftszeitfahren bei der Straßen-WM angekündigt.

„In Innsbruck 2018 und Yorkshire 2019 wird dieser Wettbewerb noch stattfinden. Aber 2020 wird das Mannschaftszeitfahren auch auf Wunsch der Teams abgeschafft“, sagte der 47 Jahre alte Franzose laut Direct Velo. Kurz zuvor war Lappartient zum Nachfolger des Briten Brian Cookson als Chef des Weltradsport-Verbandes gewählt worden.

Der Wettbewerb wurde 2012 im niederländischen Valkenburg mit zwölf Frauen- und 32 Männer-Teams erstmals ins WM-Programm aufgenommen. Specialized-Lululemon und Omega Pharma-QuickStep, damals noch mit dem heutigen Katusha-Alpecin-Profi Tony Martin an der Spitze, gewannen damals den Premiere-Titel. Ein Jahr später in Florenz nahmen sogar 16 Frauen- bzw. 35 Männer-Mannschaften teil.

Hohe Kosten schreckt Teams ab

In den vergangenen Jahren hatten jedoch immer weniger Mannschaften Interesse an einer Teilnahme. In Doha 2016 meldeten nur acht Frauen – und 17 Männer-Teams. Bei den diesjährigen Titelkämpfen im norwegischen Bergen gingen erneut 17 Männer- und diesmal neun Frauen-Teams an den Start.

Vor allem die hohen Kosten durch den erheblich logistischen Mehraufwand waren den Rennställen ein Dorn im Auge. Bei den letztjährigen Titelkämpfen in Doha lockerte der Weltverband UCI nach massivem Protest der Team-Vereinigung AIGCP seine Regularien und bestand nicht mehr auf die Teilnahme aller WorldTour-Mannschaften.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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