WM-Aus für BDR-Kapitän Degenkolb – Fröhlinger rückt nach

Fällt bei der WM im norwegischen Bergen aus: John Degenkolb (Trek-Segafredo) - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Käpitänslos: John Degenkolb (Trek-Segafredo) wird den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nicht wie ursprünglich angedacht am Sonntag in einer Woche beim WM-Straßenrennen im norwegischen Bergen anführen.

Wie der BDR kurz vor dem Start der Wettkämpfe mitteilte, hat der 28 Jahre alte Geraer noch immer mit den Folgen einer Bronchitis zu kämpfen, die ihn bereits im August zum frühen Ausstieg der 72. Spanien-Rundfahrt zwangen. Damit wird der BDR am 24. September ohne festen Kapitän in das Rennen um das Regenbogentrikot gehen.

Degenkolb: „Bin extrem enttäuscht“

„Ich bin extrem enttäuscht und traurig. Ich habe so viel dafür getan, in Top-Form zu kommen, auch weil der Verband mir mit der Kapitänsrolle sehr großes Vertrauen entgegen brachte“, sagte Degenkolb und ergänzte: „Aber ich muss ehrlich sein, nicht nur gegenüber mir selbst, sondern auch gegenüber meinen Teamkollegen und dem Verband.“

„Johns Atemwegsbeschwerden, die ihn bei der Vuelta zur Aufgabe zwangen, haben auch bei den nachfolgenden Rennen bei hoher Belastung nicht nachgelassen, und es bedarf weiterer Untersuchungen. Darum ist aus medizinischer Sicht eine WM-Teilnahme nicht ratsam“, sagte Dr. Jens Hinder, Teamarzt von Degenkolbs Trek-Segafredo-Rennstall.

Fröhlinger rückt nach

„Für uns ist das ein schwerer Schlag, weil John Degenkolb als aussichtsreicher Kapitän ins Rennen gegangen wäre. Trotzdem sind wir ohne ihn nicht chancenlos. Wir haben neun hochmotivierte starke Fahrer am Start, die das Rennen mitgestalten können“, sagt BDR-Vize-Präsident Udo Sprenger. Für den Paris-Roubaix- und Mailand-Sanremo-Sieger 2015 rückt der Gerolsteiner Johannes Fröhlinger vom Team Sunweb ins BDR-Aufgebot.

Im Straßenrennen werden zudem Nikias Arndt, Simon Geschke (beide Sunweb), Marcus Burghardt (Bora-hansgrohe), Paul Martens (Lotto-NL Jumbo), Rick Zabel, Nils Politt (beide Katusha-Alpecin), Jasha Sütterlin (Movistar) sowie Tony Martin (Katusha-Alepcin) an den Start gehen. „Wir haben eine starke Mannschaft und sind ohne einen festen Kapitän schwer auszurechnen. Das könnte unsere Stärke sein“, meinte Sprenger.

Auf seiner Facebook-Seite äußerte sich Degenkolb ausführlich zu seinem WM-Aus:

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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