DM-Mitfavorit Pascal Ackermann: „So gefragt war ich noch nie“

Hat in Einhausen das Meistertrikot im Visier: Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) - Foto: © BORA-hansgrohe / VeloImages

Mit Etappenerfolgen bei der Tour de Romandie und beim Criterium du Dauphiné sprintete Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) schon in seinem zweiten Profijahr in die Weltklasse – und in den Favoritenkreis auf den Sieg bei der Deutschen Meisterschaft in Einhausen.

Im radsportkompakt.de-Interview verrät der 24-jährige Pfälzer, wie er mit Favoritenrolle umgeht, wie er selber seine Chance sieht und wieso er nicht bei der Tour de France dabei ist.

Herr Ackermann, vor der DM in Einhausen waren Sie ein gefragter Mann. Wie empfinden Sie das plötzliche mediale Interesse?

Ich fühle mich schon sehr geehrt. So gefragt war ich vor einem Rennen noch nie, vor allem weil es in Deutschland ja viele große Namen an Sprintern gibt. Das ist für mich natürlich eine Riesenmotivation.

Liegt Ihnen der Kurs in Einhausen?

Vor drei Jahren bin ich beim Zeitfahren schon drauf gefahren. Ich habe keine größeren Schwierigkeiten in Erinnerung. Für einen Sprinter ist der Kurs perfekt, wobei ich es doch etwas härter gehabt hätte.

Sehen Sie ich selber als einer der Favoriten auf das Meistertrikot?

Ich würde mich schon als einer der Favoriten sehen. Ich weiß wie ich gearbeitet habe und wie ich in Form bin und ich schiele natürlich auf das Trikot.

Damit sind Sie natürlich nicht allein.

(lacht) Natürlich nicht. Marcel Kittel, André Greipel und Max Walscheid, das sind sicher die Hauptgegner. Vor allem weil Sunweb ein superstarkes Team am Start hat. Wenn man sieht, wer in Einhausen alles mitfährt und auf welchem Niveau sich die Fahrer befinden, ist es eigentlich schon eine kleine Sprinter-WM. Da hätte man es in anderen Ländern als Sprinter schon einfacher.

Wäre alles andere als ein Massensprint in Einhausen eine Überraschung?

Ich denke schon, dass auch andere Szenarien als ein Massensprint möglich ist. Katusha-Alpecin will unbedingt gewinnen, Sunweb will unbedingt gewinnen und natürlich auch wir. Das macht es nicht einfach für alle möglichen Konstellationen. Aber es scheint doch eher unwahrscheinlich, dass eine kleine Gruppe erfolgreich im Ziel ankommt. Wir werden im Rennen erstmal schauen, was möglich ist.

Trotz ihrer Erfolge stehen sie nicht im Tour-Aufgebot ihres Teams.

Für mich war schon Anfang der Saison klar, dass ich in dieser Saison keine Grand Tour fahren werde, weil ich noch im Aufbau bin. Daher war es für mich nicht enttäuschend, nicht dabei zu sein, sondern ziemlich klar, dass ich nicht fahre.

Herr Ackermann, vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die DM in Einhausen.

Foto: © BORA-hansgrohe / VeloImages

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