Zweites Gold in Bergen: Dumoulin fährt auf dem Mount Fløyen ins Regenbogentrikot

Tom Dumoulin auf dem Weg zum WM-Titel im Einzelzeitfahren - Foto: © Peter De Voecht / Photonews / Team Sunweb

Tom Dumoulin hat sich der Straßen-WM im norwegischen Bergen nach Gold mit dem Team Sunweb auch den Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren gesichert und ist damit Nachfolger des viermaligen Titelträgers Tony Martin. 

Der 26 Jahre alte Niederländer bewältige den 31 Kilometer langen Kurs hinauf auf den Mount Fløyen in einer Zeit von 44:41 Minuten und war damit 57 Sekunden schneller als der Slowene Primoz Roglic. Bronze sicherte sich auf dem anspruchsvollen Kurs Tour-und Vuelta-Sieger Christopher Froome aus Großbritannien (+1:21 Minuten).

Titelverteidiger Martin, der schon vor dem 3,4 Kilometer langen und mit durchschnittlich 9,1 Prozent steilen Schlussanstieg zum Mount Fløyen 50 Sekunden hinter Dumoulin lag, wurde mit letztlich 1:40 Minuten Rückstand auf den Giro-Sieger Neunter. Nikias Arndt belegte Rang 19. Jasha Sütterlin, dritter deutscher Starter des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), wurde 35.

Dumoulin: „Kann es gar nicht glauben“

„Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich hatte einen guten Tag – ich dachte schon, mein Powermeter wäre defekt, weil er so hohe Werte anzeigte. Am Sonntag war es ein sehr überraschender Sieg mit dem Team. Heute war es das vielleicht nicht so – ich war ja einer der Favoriten“, bilanzierte Dumoulin, der bereits zu Beginn der Titelkämpfen in Norwegen mit seinem deutschen Sunweb-Rennstall Gold im Mannschaftszeitfahren Gold gewinnen konnte.

Martin begeistert und enttäuscht zugleich

„Ich bin schon enttäuscht. Wahrscheinlich hat mich der Schlussanstieg mental vom Start weg verfolgt. Ich hatte mir vorgenommen, auf den eineinhalb Runden zu Beginn Bestzeit zu fahren“ , sagte Martin und ergänzte: „Je näher der Berg kam, umso mehr verlor ich Spannung. Auch wenn es nicht meine Strecke war, so war es doch eines der schönsten Finals die ich je gefahren bin und ein geniale Kulisse. Aber es ändert nichts an meiner Kritik, dass das Zeitfahren hätte länger sein müssen bei einer WM.“

Foto: © Peter De Voecht / Photonews / Team Sunweb

 

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