Fit für Richmond: Degenkolb jubelt zum Vuelta-Ausklang in Madrid

John Degenkolb (Team Giant - Alpecin) jubelt in Madrid bei der 70. Vuelta a Espana

Durststrecke beendet: Kurz vor Toreschluss hat es doch noch hingehauen mit dem lang ersehnten Etappensieg von John Degenkolb (Giant-Alpecin) bei der 70. Vuelta a España.

„Endlich! Ich bin superglücklich über diesen Sieg! Wir haben 21 Etappe darauf waren müssen“, sprudelte es aus John Degenkolb förmlich hinaus. Kurz zuvor hatte der 26 Jahre alte Geraer den Schlussabschnitt der diesjährigen Spanien-Rundfahrt nach 98,8 Kilometern von Alcalá de Henares nach Madrid im Massensprint souverän vor dem Niederländer Danny van Poppel (Trek) und dem Luxemburger Jempy Drucker (BMC) für sich entschieden und eine lange Durststrecke beendet.

Lange Durststrecke beendet

„Ich habe heute alle nochmal motiviert, sich hier auf diesen Sprint zu konzentrieren. Ich muss mich bedanken, dass sie sich da nochmal zusammengerissen haben“, lobte Degenkolb die perfekte Vorbereitung seiner Giant-Alpecin-Teamkollegen, dank der er seinen ingesamt zehnten Vuelta-Tageserfolg seiner Laufbahn einfahren konnte. Seinen letzten Sieg hatte der Wahl-Frankfurter vor rund vier Monaten bei der Bayern-Rundfahrt bejubeln können. Knapp zwei Wochen vor Beginn zeigt sich Degenkolb somit bestens gewappnet für die Straßen-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Richmond (20. bis 27. September).

Aru sichert sich Gesamtsieg

Den Gesamtsieg bei der letzten großen Landes-Rundfahrt des Jahres sicherte sich der Italiener Fabio Aru (Astana) mit einem Vorsprung von 77 Sekunden auf den Spanier Joaquim Rodriguez (Katusha), der sich den Sieg in der Punktewertung sicherte. Weitere zwölf Sekunden hinter dem Spanier komplettierte der Pole Rafal Majka (Tinkoff-Saxo) als Dritter das Abschlusspodium, gefolgt vom kolumbianischen Tour-Zweiten Nairo Quintana (Movistar /+2:02) und dessen Landsmann Johan Esteban Chaves (Orica-GreenEdge /+3:30).

Degenkolbs niederländischer Teamkollege Tom Dumoulin wurde mit 3:46 Rückstand auf Aru Gesamtsechster, nachdem er bis zur 20. Etappe im Roten Trikot fuhr, dieses dann aber an Aru abgeben musste. „Der Dank für diesen Sieg geht an meine Mannschaft. Nicht nur an mich. Ohne sie hätte ich nicht gewinnen können“, kommentierte der 25 Jahre alte Aru den größten Erfolg seiner Laufbahn.

Foto: © Cor Vos / Team Giant-Alpecin

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