Joaquim Rodriguez siegt in Huy – Tony Martin verpasst erneut Gelb

Tony Martin - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.deFür Tony Martin (Etixx – Quick-Step) bleibt das Gelbe Trikot bei der 102. Tour de France weiter verwehrt – wie am Vortag machte ihm eine Zeitbonifikation einen Strich durch die Rechnung.

So durfte sich nach dem 159,5 Kilometer langen dritten Teilstück von Anvers zur Mauer von Huy dank einer Zeitgutschrift für seinen zweiten Platz hinter dem spanischen Tagessieger Joaquim Rodriguez (Katusha) der Brite Christopher Froome (Sky) das Leadertrikot überstreifen. Der Tour-Sieger des Jahres 2013 konnte das ‚maillot jaune‘ vom Schweizer Fabian Cancellara (Trek) übernehmen, der durch einen Massensturz rund 60 Kilometer vor dem Ziel arg gebeutelt mit großem Rückstand das Tagesziel erreichte.

Martin: „Morgen klappt es dann“

„Ich kann nur noch darüber lachen. Heute hatte ich es in der Hand, aber ich hatte echt schlechte Beine. Morgen klappt es dann“, sagte Martin nach Etappenende mit ironischen Unterton. „Es wäre aufgrund der Stürze auch nicht die ganz große Ehre gewesen, Gelb zu bekommen. Ich kann das diesmal besser verkraften.“ Bereits am Vortag musste Martin bei der Siegerehrung Cancellara beim Überstreifen des Gelben Trikots aufgrund von Zeitgutschriften den Vorzug lassen.

Tour-Aus für Cancellara, Dumoulin & Co.

Mehr als 20 Fahrer waren in den Massensturz rund 55 Kilometer vor dem Ziel involviert. Da für in Folge eines weiteren Sturzes nicht mehr genügend Ärzte zur Verfügung standen, neutralisierte die Rennleitung für rund zehn Minuten die Etappe. Tom Dumoulin (Giant-Alpecin / ausgekugelter Schulter), William Bonnet (FDJ / Schädeltrauma), Simon Gerrans (Orica-GreenEdge) sowie Dmitry Kozontchuk (Katusha) mussten die Rundfahrt bereits während der Etappe beenden, Cancallaras Aus kam nach einer Untersuchung dann am Abend.

Rote Startnummer für Barta

Grund zum Jubeln hatte indes der deutsche Bora-Argon18-Rennstall. Der Tscheche Jan Barta wurde bei der Siegerehrung als kämpferichster Fahrers der Etappe ausgezeichnet, nachdem er sich zu Beginn des Rennens mit in einer Ausreißergruppe befand. „Die Etappe begann gut. Jan hat von uns erneut die Gelegenheit bekommen, in die Gruppe zu gehen und das hat er sehr gut umgesetzt. Die rote Nummer ist nach dem Sturz im Zeitfahren ein tolles Ergebnis für Jan“, sagte Sport-Direktor Enrico Poitschke im Anschluss.

Das Spektakel kehrt nach Frankreich heim

Auch am vierten Tag der Frankreich-Rundfahrt 2015 wartet wieder ein Spektakel – und zugleich die längste Etappe der diesjährigen Tour – auf Fahrer und Zuschauer gleichsam. Auf den 223,5 Kilometern vom belgischen Seraing ins französische Cambrai warten insgesamt 13,3 Kilometer Kopfsteinpflaster, verteilt auf sieben Abschnitte auf die Fahrer.

Eine Etappe für Degenkolb

Als großer Favorit gilt dabei John Degenkolb (Giant-Alpecin), der im April als erst zweiter Deutscher überhaupt den französischen Klassiker Paris – Roubaix gewann. „Morgen habe ich auch große Erwartungen – mit dem Pflasterstein zu Hause bin ich motiviert genug, um zu zeigen, was ich kann“, sagte der 26 Jahre alte Thüringer im Ziel der dritten Etappe, die er im Gegenteil zu seinem Teamkollegen Dumoulin sturzfrei überstanden hatte.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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