Kehrtwende: UCI will Astana die WorldTour-Lizenz entziehen

Das Astana-Team beim WM-Mannschaftszeitfahren 2013Nun also doch: Dem durch zahlreiche Dopingskanadale in Erscheinung getretenen kasachischen Astana-Rennstall droht der Entzug der WorldTour-Lizenz durch den Radsport-Weltverband UCI.

„Nach sorgfältiger Prüfung des umfangreichen ISSUL-Reports ist der UCI der Meinung, dass zwingende Indizien vorliegen, der Lizenz-Kommission den Lizenz-Entzug für Astana zu empfehlen“, teilte der Weltverband am Freitag in einer Pressemeldung mit. Die Untersuchungen des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Lausanne scheinen die Doping-Vorwürfe gegen das Team des italienischen Tour-Siegers Vincenzo Nibali und des kasachischen Teamchefs Alexander Winokurow erhärtet zu haben.

Dazu beigetragen hat nach UCI-Angaben auch das Material der behördlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Padua, wonach Mitglieder des Rennstalls in Dopingaktivitäten verwickelt sollen sein.

„Die UCI wird sich zu den Vorfällen nicht mehr äußern, ehe der Entscheid der Kommission feststeht“, heißt es in der UCI-Erklärung weiter. Astanas Lizenz war von der UCI-Lizenz-Kommission einer näheren Prüfung unterzogen worden, weil in den letzten Monaten fünf Fahrer des WorldTour- und des Nachwuchsteams des Dopings überführt wurde. Zudem spielte Cookson auf die durch italienische Medien publik gewordene und auf 550 Seiten dokumentierten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Padua an, wonach der Rennstall Kontakte zu dem lebenslang gesperrten italienischen Dopingarzt Michele Ferrari unterhalten haben soll.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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