Dossier bezichtigt McQuaid der Bestechung

Kurz vor seiner angestrebten Wiederwahl Ende September gerät UCI-Präsident Pat McQuaid immer mehr in die Schußlinie: Er und sein Vorgänger Hein Verbruggen sehen sich erneut schweren Korruptionsvorwürfen ausgesetzt.

Eine durch das Internetportal velonews.com veröffentlichte dreiseitige Zusammenfassung eines 54-seitigen Dossiers bringt McQuaid erneut arg in Bedrängnis. So soll im Jahr 2010 versucht worden sein, den positiven Dopingtest von Alberto Contador bei der  Tour de France 2010 zu vertuschen.

Absprachen mit Armstrong

Auch mit dem entthronten Tour-Rekordsieger Lance Armstrong soll es mehrere Absprachen gegeben haben, unter anderem im Zusammenhang mit seinem Comeback im Jahr 2009, als der Texaner gegen die Anti-Doping-Regeln mißachtet habe. Ungeachtet dessen durfe Armstrong damals bei der Tour Down Under an den Start gehen. Zudem sollen McQuaid und Verbruggen im Spätsommer des Jahres 2012 von einem Team-Eigentümer 250.000 Euro verlangt haben.

McQuaid: „Völlig frei erfunden“

McQuaid reagierte prompt und bezeichnete die Vorwürfe in einer UCI-Presseerklärung als „völlig frei erfunden. Sie sind völlig falsch und werden nicht von einem Fünkchen Beweise untermauert. Der 64-jährige Ire weiter: „Dies ist ein skurriler und verleumderischen Angriff auf meine Person.“

Das belastende Dossier soll von zwei hochrangigen Angehörigen der Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste verfasst worden sein. Ein international bekanntes Detektivbüro soll diese dabei unterstützt haben. Der Brite Brian Cookson, McQuadis Herausforderer um das UCI-Präsidentenamt, bezeichnete die Beschuldigungen „eindeutig und ernst“.

Foto: Ethan Glading

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