Omega Pharma-Quick Step feuert Leipheimer

Das Team Omega Pharma-Quick Step hat den Vertrag mit Levi Leipheimer aufgrund seiner Doping-Vergangenheit mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Der belgische WorldTour-Rennstall gab am Dienstagabend die sofortige Entlassung des 38 Jahre alten US-Amerikaners bekannt. Team-Inhaber Bessel Kok und Team-Mannager Patrick Lefevere reagierten damit auf Leipheimers Aussagen vor der US-Anti-Doping-Agentur USADA.

Rennleitung würdigt Zusammenarbeit mit USADA

„Wir würdigen den Fahrer für seine offene Zusammenarbeit mit der USADA und seinen Beitrag zur Säuberung des Radsport. Doch in Anbetracht der Angaben von Herrn Leipheimer in seiner öffentlichen Erklärung am 10. Oktober hat das Team hat beschlossen, den Vertrag zu kündigen“, heißt es in der Team-Mitteilung.

Leipheimer hatte in der USADA-Verhörung jahrelanges Doping gestanden und wie elf weitere Radprofis Lance Armstrong und dessen Mentor Johan Bruyneel schwer belastet. Aufgrund der Kronzeugenregelung wurde der ehemalige Gerolsteiner-Profi für ein halbes Jahr durch die USADA gesperrt.

Bei Omega Pharma-Quick Step stand Leipheimer seit Jahresbeginn gemeinsam mit den beiden deutschen Zeitfahr-Weltmeistern Tony Martin und Bert Grabsch sowie Sprinter Gerald Ciolek unter Vertrag. Mit Armstrong fuhr der Olympia-Dritte im Zeitfahren von Peking 2008 in den Teams US Postal (2000,2001), Astana (2009) und RadioShack (2010, 2011) Seite an Seite.

Auffällig im Gerolsteiner-Trikot

Leipheimer wurde bereits im 2006 verdächtigt, mit dem italienischen Sportmediziner Michele Ferrari zusammenzuarbeiten. Ferrari gilt als einer der zentralen Figuren im Dopingsystem um Lance Armstrong und dessen Rennställe. Ein Jahr zuvor fiel der US-Amerikaner bei Tour de France 2005 mit auffälligen Blutwerten im Trikot des deutschen Gerolsteiner-Rennstalls auf. Teamchef Holczer lehnte es trotz Drängen des Weltverbandes UCI jedoch ab, seinen Kapitän aus dem Rennen zu nehmen. Die Tour beendete Leipheimer letztlich auf Platz sechs der Gesamtwertung.

Foto: Jeff Namba

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