Geheimtipp Ackermann sprintet in Einhausen ins Meistertrikot

Pascal Ackermann (3.v.li.) feiert in Einhausen den Meistertiel mit seinen Bora-hansgrohe-Teamkollegen - Foto: Christoph Sicars

Geheimtipp Pascal Ackermann hat dem deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall bei der Straßenrad-DM in Einhausen den dritten deutschen Meistertitel der Team-Geschichte nach 2015 und 2017 beschert.

Nach 228 Kilometern auf dem 19 mal zu durchfahrenden Rundkurs (12 km) konnte sich der 24 Jahre alte Pfälzer im Massensprint gegen John Degenkolb (Trek-Segafredo) und Max Walscheid (Sunweb) durchsetzen. Der dreimalige Titelträger André Greipel (Lotto Soudal) wurde Vierter, Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) verpasste als Neunter erneut seinen ersten Meistertitel.

Ackermann: „Ich bin überglücklich“

„Ich bin überglücklich! Das Team hat einen tollen Job gemacht, 100 Prozent hinter mir gestanden, so dass ich mich gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnte. Rüdiger Selig hat mich in die tolle Position gebracht. Ich musste nur noch ins Ziel fahren“, blianzierte Ackermann nach dem Rennen. Mit seinen diesjährigen Etappensiegen bei der Tour de Romandie und dem Critérium du Dauphiné sprintet Ackermann in seinem zweiten Profijahr in die Weltklasse – und krönte dies nun mit dem Trikot mit dem schwarz-rot-goldenen Brustring. „Ich war mir nach der letzten Kurve schon relativ sicher, dass ich gewinne. Ein Jahr jetzt im Meistertrikot zu fahren, ist ein unglaubliches Gefühl – das werde ich genießen,“ sagte der neue Titelträger, der das Trikot von Teamkollege Marcus Burghardt übernehmen konnte.

Degenkolb zufrieden – Walscheid hadert mit Platz drei

„Bei meiner Vorgeschichte, die Verletzungen im Frühjahr, dann ist der zweite Platz aller Ehren wert. Die DM gibt mir Selbstvertrauen für die kommende Tour de France“, sagte indes Degenkolb. „Grundsätzlich ist der dritte Platz bei dieser Konkurrenz super, allerdings fühlte ich mich im Finale behindert, musste abbremsen“, bilanzierte Walscheid, der sich im Finale von Ackermann behindert fühlte.

Zwei Tage zuvor hatte sich Kittels Katusha-Alpecin-Teamkollege Tony Martin zum achten Mal in seiner Karriere den Titel im Einzelzeitfahren gesichert. „Das war seit langem mal wieder ein astreines Zeitfahren von mir, bei dem alles gepasst hat. Nach der ersten Runde wusste ich: Der alte Tony ist wieder da“, bilanzierte der viermalige Weltmeister im Kampf gegen die Uhr.

Die Titel bei den Frauen sicherten sich im Straßenrennen erstmals die erst 20 Jahre alte Liane Lippert (Sunweb). Ihren dritten Titel im Zeitfahren nach 2013 und 2014 konnte indes Lisa Brennauer (Wiggle High5) verbuchen. Neuer Titelträger der U23-Männer ist Jasper Frahm (Team Heizomat rad-net.de).

Foto: Christoph Sicars

 

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