Terpstra krönt Quick-Step-Dominanz beim Record Bank E3 Harelbeke

Niki Terpstra (Quick-Step Floors) auf dem Weg zu seinem Solosieg beim Record Bank E3 Harelbeke - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Niki Terpstra hat die dominierende Vorstellung seiner belgischen Quick-Step-Floors-Equipe bei der 61. Auflage des belgischen Frühjahrsklassikers Record Bank E3 Harelbeke mit einem Solistensieg vollendet.

Der 33 Jahre alte Niederländer konnte sich nach 206,5 Kilometern mit Start und Ziel in Harelbeke mit einem Vorsprung von 20 Sekunden auf seinen belgischen Teamkollegen Philippe Gilbert durchsetzen, der den Sprint der Verfolger vor seinem Landsmann und Vorjahressieger Greg Van Avermaet (BMC) gewann.

Terpstra: „Einer der größten Sieger meiner Karriere“

„Das ist einer der größten Sieger meiner Karriere. Ich war nach dem letzten Jahr enttäuscht, als ich ohne Sieg die Saison beendete. Aber die harte Arbeit im Winter hat sich heute ausgezahlt und jetzt bin ich sehr glücklich“, sagte Terpstra. „Der Erfolg in Le Samyn hat mir viel Selbstvertrauen gegeben und mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Viele hielten uns für verrückt, 74 Kilometer vor dem Ziel anzugreifen, aber wir wussten, dass wir heute etwas Besonderes machen können“, ergänzte der Paris-Roubaix-Sieger aus dem Jahr 2014.

Ein Sturz 100 Kilometer vor dem Ziel hatte das Feld in zwei Teile geteilt. Quick-Step Floors blieb in voller Mannschaftsstärke zusammen und bestimmte fortan nach Belieben das Tempo. Am bis zu 18 Prozent steilen Taaienberg attackierten dann Terpstra und sein Teamkollege Yves Lampaert und waren fortan als Duo unterwegs. 24 Kilometer vor dem Ziel musste Lampaert der langen Führungsarbeit Tribut zollen und fiel zurück – Terpstra vollendete mit seinem zweiten Saisonsieg als Solist.

Degenkolb und Sagan chancenlos

Keine Rolle im Finale der von seiner Bronchitis genesene John Degenkolb (Trek-Segafredo). Mit 3:19 Minuten Rückstand erreichte der Thüringer als 21. das Ziel. Weitere vier Sekunden dahinter wurde Weltmeister Peter Sagan aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall 26. „Es war ein schnelles und nervöses Rennen, ich bin schon nach 30 Kilometern gestürzt, zum Glück aber ohne Folgen. Bis zum Taaienberg lief für uns eigentlich alles nach Plan. Dann attackierte Quickstep und Daniel Oss und ich mussten die Verantwortung in der Verfolgergruppe übernehmen. Das hat eine Menge Kraft gekostet, und wenn man das schon so früh im Rennen tun muss, bezahlt man am Ende dafür. Ich blicke nun einfach schon Richtung Sonntag“, bilanzierte Sagan mit Blick auf Gent-Wevelgem.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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