Tour-Aus für Klassikerspezialist: Infekt bremst Andreas Schillinger

Andreas Schillinger - Foto: BORA – ARGON 18 / veloimages Ausgerechnet vor der Pflasterstein-Etappe durch Belgien und Frankreich muss Andreas Schillinger (Bora-Argon 18) aufgrund eines Infektes als erster der zehn deutschen Fahrer die 102. Tour de France vorzeitig beenden.

„Wir haben soeben festgelegt, dass Andreas heute nicht mehr an den Start geht. Es ist für ihn extrem schade, dass er die Tour verlassen muss, aber wir bleiben bei unserer Philosophie: die Gesundheit der Fahrer steht immer im Vordergrund“, teilte Sportdirekttor Enrico Poitschke vor dem Start der 4. Etappe am Dienstag in einer Pressemeldung des deutschen Zweitdivisionärs mit. „Andreas hatte eine schwere Nacht und so geschwächt kann dieser Tag nicht in Angriff genommen werden.“

Für das Team um Kapitän Dominik Nerz habe der Ausfall des 31 Jahre alten Ambergers gerade am vierten Tour-Tag taktische Auswirkungen. „Heute war der Tag, an dem Andreas als der wesentliche Helfer für Dominik eingeplant war. Insofern ist das ein ganz herber Verlust für uns. Wir werden das bestmöglich mit einer geschlossenen Teamleistung kompensieren“, erklärte Poitschke. Schillinger hatte im April Paris – Roubaix auf dem 16. Platz beendet.

Schillinger ist damit bereits der siebte Fahrer, der die Frankreich-Rundfahrt 2015 vorzeitig beenden muss. Aufgrund ihrer Sturzverletzungen der dritten Etappe mussten bereits Fabian Cancellara (Trek / zwei Lendenwirbel gebrochen),  Daryl Impey (Orica-GreenEdge / Schlüsselbeinbruch), Tom Dumoulin (Giant-Alpecin /Schulterbruch), William Bonnet (FDJ / Gehirnerschütterung, Halswirbelbuch), Simon Gerrans (Orica-GreenEdge / Handgelenkbruch) sowie Dmitry Kozontchuk (Katusha / Schlüsselbein- und Schulterblattbruch) die Rundfahrt nach nur drei Tagen aufgeben.

Foto: BORA – ARGON 18 / veloimages

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