Tipps beim Kauf einer Rennrad-Satteltasche

Satteltasche am Rennrad

Klein und praktisch: Die Satteltasche am Rennradsattel – Foto: Christoph Sicars

Worauf ist beim Kauf einer Rennrad-Satteltasche zu achten?

Hersteller von Satteltaschen buhlen mit immer neuen Produkten um die Gunst der Rennradfahrer. Doch auf was ist beim Kauf einer Satteltasche für das Rennrad zu achten?

Ob eine Satteltasche an ein waschechtes Rennrad gehört oder nicht, ist eine tiefgreifende Glaubensfrage, die Freizeitradler aus aller Welt bereits seit Langem in zwei Lager teilt. Ganz gleich, welchem Standpunkt man sich zugehörig fühlt, ist der praktische Nutzen dieses Ausrüstungsstücks nicht von der Hand zu weisen. In der Folge erlebt die Satteltasche auch am Rennrad eine Renaissance. Um im Zuge der sich bietenden Auswahl ein den eigenen Anforderungen entsprechendes Modell ausfindig machen zu können, müssen jedoch einige Aspekte beachtet werden, sodass sich die Satteltasche im Einsatz am Rennrad nicht als Fehlgriff erweist.

Welche Vorteile bietet eine Satteltasche am Rennrad?

1. Auch wenn eine Satteltasche nicht unbedingt der Inbegriff der Sportlichkeit ist, so lohnt es sich in jedem Fall eine solche am Rennrad zu montieren, denn die Taschen des Trikots eignen sich mitunter schlecht für das Mitführen von Gegenständen, da sie diese zumeist für die Aufbewahrung von Energieriegeln benötigt werden.

2. Eine Satteltasche bietet dementsprechend Platz für essenzielle Werkzeuge, zu denen unter anderem Flickzeug, Reifenheber, Ersatzschläuche oder CO²-Kartuschen zählen, mit deren Hilfe sich platte Reifen im Nu wieder mit Luft befüllen lassen.

3. Nebst dringend benötigtem Reparaturequipment bietet eine Satteltasche zudem Stauraum für Wertgegenstände wie Haustürschlüssel oder Mobiltelefone, sodass sich diese nicht in Trikottaschen aufbewahrt werden müssen, aus denen sie im Rahmen der Herausnahme eines Energieriegels verloren gehen könnten. Zur sicheren Aufbewahrung von Wertgegenständen verfügen einige Satteltaschen beispielsweise über herausnehmbare Innenfächer.

Insgesamt profitieren Freizeitsportler also vor allem in puncto Komfort und Sicherheit vom Vorhandensein einer hochwertigen Satteltasche, denn diese bietet nicht nur Stauraum, sondern schützt Wertgegenstände auch gegen Schmutz und Nässe.

„Rennrad-Satteltaschen für Schlauch und Reifenheber: Einen platten Reifen zu haben ist nur dann schlimm, wenn man ihn nicht beheben kann. Schlauch und Reifenheber gehören mit auf jede Tour.“

Welche Satteltasche für welches Rennrad?

Beim Kauf einer guten Satteltasche für das Rennrad sollte in erster Linie darauf geachtet werden, dass es sich um ein Modell handelt, dessen Gewicht möglichst niedrig ist, da es kaum Sinn macht, ein auf Leichtigkeit ausgelegtes Carbon-Rad mit einer verhältnismäßig schweren Komponente auszustatten. Ein Rennrad, das vorrangig für gemütliche Touren genutzt wird, kann hingegen auch mit einem etwas schwereren Modell ausgestattet werden.

Renommierte Hersteller wie Continental, Deuter, Fizik oder Schwalbe offerieren zu diesem Zweck eine breite Produktpalette, die Taschen umfasst, die inklusive Halterung zwischen 34-120 Gramm auf die Waage bringen (mehr dazu hier). Einen hohen Einfluss auf das Gewicht hat neben dem Volumen, das stets dem Verwendungszweck entsprechend gewählt werden sollte, vor allem das Material. Während günstige Satteltaschen zumeist aus dünnem aber widerstandsfähigem Gewebe bestehen, bestechen hochpreisigere Modelle durch den Einsatz von höherwertigen Kunstfasern, die den Inhalt vor Spritzwasser schützen.

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Elegant, schlicht und mit wichtigen Inhalt: Ein Canyon-Renner mit abgestimmter Satteltasche – Foto: Christoph Sicars

 

Weitere Hersteller von Satteltaschen:

• Evoc
• Ortlieb
• Pedros
• PRO
• Scicon
• Topeak
• Vaude


Komfort oder Gewichtsersparnis?

Ein weiterer entscheidender Einflussfaktor ist das Befestigungssystem, mit dem eine Satteltasche am Rennrad arretiert werden kann. Diesbezüglich haben sich am Markt sowohl Modelle mit Klettverschluss als auch solche mit speziellen Click-Halterungen etabliert, wobei anzumerken ist, dass Letztere in der Regel einige Gramm schwerer sind. Was Click-Halterungen gewichtstechnisch zu viel auf die Waage bringen, machen sie im Bezug auf ihre Handhabbarkeit wett, denn ein einfacher Handgriff genügt, um die Satteltasche von Rennrad zu lösen, sodass ein einfacher Zugriff auf die darin befindlichen Gegenstände möglich ist. Der Zugriff auf den Inhalt von oft deutlich leichteren Satteltaschen mit Klettbefestigung ist bedeutend unkomfortabler, da die Bedienung des umlaufenden Reißverschlusses nicht selten durch die Kletthalterung behindert wird. Einige Hersteller wie Lezyne haben jedoch auch Produkte im Angebot, die jene Problematik durch gummierte Klettmanschetten umgehen.

Die Produktmerkmale in der Kurzübersicht:

• Ein möglichst niedriges Gewicht (zwischen 34-120 Gramm)
• Einfaches und selbsterklärendes Befestigungssystem (z.B. Click-Halterungen)
• Volumen, das stets dem Verwendungszweck entsprechend gewählt werden sollte
• Widerstandsfähigem Gewebe aus höherwertigen Kunstfasern
• Schutz vor Spritzwasser


„Rennrad-Satteltaschen für Schlauch und Reifenheber: Einen platten Reifen zu haben ist nur dann schlimm, wenn man ihn nicht beheben kann. Schlauch und Reifenheber gehören mit auf jede Tour.“

Welche Tasche letztlich am Rennrad befestigt werden sollte, hängt wie so oft von den individuellen Bedürfnissen jedes Einzelnen ab. Nichtsdestotrotz sollte jede gute Tasche nicht nur ausreichend Platz für die wichtigsten Werkzeuge (Tipps gibt es hier) bieten und wasserdicht sein, sondern im Idealfall auch über einen oder mehrere Reflektoren verfügen, die in der Dunkelheit für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Sind diese Kriterien erfüllt, steht der nächsten Ausfahrt mit dem Rennrad nichts mehr im Wege.

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