Vierter Astana-Dopingfall: Auch Okishev positiv auf anabole Steroide getestet

Das Astana-Team beim WM-Mannschaftszeitfahren 2013Der kasachische Astana-Rennstall kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus und muss den vierten postitiven Dopingtest eines Fahreres innerhalb der letzten sechs Monate beklagen.

Wie der Radsport-Weltverband UCI am Mittwoch mitteilte, wurde Victor Okishev vom Astana-Continental-Team bei seinem Sieg im Zeitfahren bei den Asien-Meisterschaften am 29. Mai positiv auf anabole Steroide getestet. Der 20-jährige Kasache wurde mittlerweile suspendiert.

Mitte Oktober wurde bekannt, dass Okishevs Teamkollege und Landsmann llya Davidenok im August bei der Tour de L’Avenir im Trikot der kasachischen Nationalmannschaft auf die gleiche Substanz positiv getestet wurde. Der 22-Jährige stand zu dieser Zeit als Stagiaire im WorldTour-Kader der Equipe um den italienischen Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali unter Vertrag. Mit Okishev muss sich nun der vierte Astana-Fahrer innerhalb eines halben Jahres wegen Dopings verantworten.

Bereits vor Bekanntgabe von Davidenoks positiven Test musste sich der als Profi bereits als Dopingsünder in Erscheinung getretene Astana-Teamchef Alexander Winokurow im UCI-Hauptquartier im schweizerischen Aigle zu den Dopingfällen des kasachischen Brüderpaares Maxim und Valentin Iglinskiy erklären. Der 33-jährige Maxim Iglinskiy wurde am 1. August postitiv auf EPO gestestet, sein drei Jahre jüngerer Bruder Valentin wurde wenig später bei der Eneco-Tour ebenfalls positiv auf das Blutdopingmittel getestet und für vier Jahre gesperrt und von Astana entlassen.

UCI-Präsident Brian Cookson hatte bereits nach Bekanntwerden der Dopingfälle Iglinskiy angedeutet, dass dem Profiteam aus ethischen Gründen die WorldTour-Lizenz für die Saison 2015 versagt werden könnte. Die UCI forderte ihre Lizenz-Kommission im Oktober auf, eine komplette Untersuchung des Managements und der Anti-Doping-Politik des Rennstalls vorzunehmen.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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