Maxim Iglinskiy verzichtet auf B-Probe, Astana auf Peking-Rundfahrt – Cooksen stellt Lizenz in Frage

Das Astana-Team beim WM-Mannschaftszeitfahren 2013Schuldeingeständnis mit Folgen: Der positiv auf EPO getestete Maxim Iglinskiy verzichtet auf die Öffnung der B-Probe, das Team Astana auf einen Start bei der Peking-Rundfahrt – und die WorldTour-Lizenz 2015 steht auf wackeligen Beinen.

Der kasachische WorldTour-Rennstall orientiert sich somit an die Regeln der „Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport“ (MPCC), die eine achttägige Team-Rennpause vorsieht, sollten zwei Fahrer innerhalb eines Jahres positiv auf verbotene Substanzen oder Methoden getestet werden. Das teilte die Teamleitung um Team-Manager und Ex-Doper Alexander Winokurow am Montag in einer Pressemeldung mit. Die MPCC bestätigte wenig später die Suspendierung des Teams.

Der 33-jährige Maxim Iglinskiy wurde am 1. August postitiv auf EPO gestestet, sein drei Jahre jüngerer Bruder Valentin wurde wenig später bei der Eneco-Tour ebenfalls positiv auf das Blutdopingmittel getestet und für vier Jahre gesperrt und von Astana entlassen. Nur weil Maxim Iglinskiy seinen Entschluss über die Öffnung einige Tage hinauszögerte, stand das Team noch bei der 108. Lombardei-Rundfahrt am Start. Für den Sieger des belgischen Ardennen-Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich 2012 kommt eine Sperre wohl mit dem Karriereende gleich

UCI-Präsident Cookson stellt Lizenz in Frage

Die beiden Dopingfälle könnten für den Rennstall des italienischen Tour-de-France-Gesamtsiegers Vincenzo Nibali jedoch weitreichende Konsequenzen als nur eine Rennpause haben. So kündigte Brian Cookson, Präsident des Weltradsport-Verbandes UCI, am Rande der Streckenvorstellung des Giro d’Italia 2015 in Mailand gegenüber Medien an, dass die UCI-Lizenzkommission die beiden Dopingfälle bei der Vergabe der Lizenzen berücksichtigen könnte.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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