Dritter Etappensieg: Kittel auch in Lille nicht zu schlagen

Marcel Kittel (Giant-Shimano)Alle guten Dinge sind drei: Marcel Kittel (Giant-Shimano) hat auch die 4. Etappe der 101. Tour de France gewonnen und bleibt auch auf französischen Terrain der überragende Sprinter der Frankreich-Rundfahrt 2014.

Der 26 Jahre alte Arnstädter endschied den Massensprint nach 163,5 Kilometern von Le Touquet Paris-Plage nach Lille vor dem Norweger Alexander Kristoff (Katusha) und dem Franzosen Arnaud Démare (FDJ.fr) hauchdünn für sich. Der Rostocker André Greipel (Lotto-Belisol) sprintete hinter dem Slowaken Peter Sagan (Cannondale) und dem Franzosen Bryan Coquard (Europcar) auf Platz sechs.

Kittel: „Eine knappe Geschichte“

„Die letzten Kilometer sind wir mit Highspeed gefahren und es war schwierig zusammen zu bleiben. Ich habe gar nicht richtig mitbekommen wo ich eigentlich war – es war so schwer. Heute haben wir gesehen, dass wir nicht unschlagbar sind – es war wirklich eine knappe Geschichte“, kommentierte Kittel seinen dritten Etappensieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Der Sieg in der Partnerstadt seiner Heimat Arnstadt war bereits sein siebter Tour-Tageserfolg insgesamt.

Keine Auswirkungen hatte die Rückkehr auf französischen Boden auf die Träger der Wertungstrikots. Der Italienische Meister Vincenzo Nibali (Astana) behauptete sein Gelbes Trikot des Gesamtführenden. Auch Sagan behält sein Grünes Trikot des Punktbesten sowie die Führung in der Nachwuchswertung. Der Franzose Cyril Lemoine (Cofidis) fährt auch am Mittwoch im gepunkteten Bergtrikot.

Voeckler und Mate reisen aus – Froome stürzt

Kaum zurück in der Heimat, nahmen zwei Fahrer französischer Mannschaften den Taktstab des Tagesabschnitts in die Hand. Bereits kurz nach dem Startschuss machte sich der Franzose Thomas Voeckler (Europcar) gemeinsam mit dem Spanier Luis Angel Mate (Cofidis) auf und davon. Nach einem Defekt des Spaniers war Voeckler dann rund 50 Kilometer vor dem Ziel allein unterwegs, um 16,5 Kilometer vor Ende der Etappe vom heranrasenden Feld eingesammelt zu werden.

Indes machte Titelverteidiger Christopher Froome (Sky) bereits nach rund fünf Kilometern unliebsame Bekanntschaft mit dem französischen Asphalt, nachdem er bei einem Sturz zu Fall kam. Der Brite musste sich minutenlang am Auto von Tour-Ärztin Florence Pommerie behandeln lassen und trug Verletzungen am Oberschenkel und am Handgelenk davon.

Tour-Aus für Andy Schleck und Henderson

Zu dieser Zeit war ein anderer Gesamtsieger der Frankreich-Rundfahrt schon gar nicht mehr im Rennen. Der Luxemburger Andy Schleck zog sich bei seinem gestrigen Sturz rund eine Bänder- und Meniskusverletzung am rechten Knie zugezogen. Nach Angaben seines Trek-Rennstalls soll der 29-jährige Tour-Sieger des Jahres 2010 für weitere Untersuchungen und eine mögliche Operation in ein Krankenhaus nach Basel gebracht werden. Auch für  Greg Henderson (Lotto-Belisol) ist die Tour nach nicht einmal vier Etappen beendet. Der Neuseeländer gab nach einem Sturz auf und fehlt André Greipel damit als Anfahrer für die Massensprints.

Foto: © Cor Vos / Team Giant-Shimano

Webseite des Rennens: www.letour.fr

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