Terpstra triumphiert bei Paris-Roubaix, Degenkolb Zweiter

Niki Terpstra (Omega Pharma-Quick Step) gewinnt Paris-Roubaix

Erfolgreicher Ausreißer: Niki Terpstra (Omega Pharma – Quick Step) hat die 112. Auflage des französischen Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix gewonnen.

Der 29 Jahre alte Niederländer konnte sich nach 257 Kilometern von Compiègne ins Velodrom von Roubaix als Solist durchsetzen. Platz zwei sicherte sich 20 Sekunden später im Sprint der Verfolger der Geraer John Degenkolb (Giant-Shimano) vor dem Schweizer Titelverteidiger Fabian Cancellara (Trek). Terpstras bis dato viermal erfolgreicher belgische Landsmann Tom Boonen landete hinter dem Briten Bradley Wiggins (Sky) auf Platz zehn.

Terpstras Traum wird wahr

„Das ist der wundervollste Tag meiner Karriere. Ich hatte schon gute Ergebnise, aber hier zu gewinnen, ist wie ein Traum, der wahr geworden ist“, kommentierte Terpstra seinen Sieg im Anschluss. Der einstige Milram-Profi konnte sich sechs Kilometer vor dem Ziel aus einer elfköpfigen Spitzengruppe absetzen und seinem größten Erfolg seiner Laufbahn unter dem Jubel der Zuschauer im altehrwüdigen Radstadion zu Roubaix als Solist entgegenfahren.

„Das ist der wundervollste Tag meiner Karriere.“

Paris-Roubaix-Sieger Niki Terpstra (Omega Pharma – Quick Step)

Degenkolb stolz

Vollends zufrieden zeigte sich am Ende der „Hölle des Nordens“ 2014 auch der Zweitplazierte Degenkolb. „Es ist das erste Mal, dass ich hier auf dem Podium stehe. Ein Moment, der mich natürlich sehr stolz macht“, bilanzierte der 25-jährige Wahl-Frankfurter direkt im Anschluss an das Rennen, dessen Zielstrich er mit geballter und gen Himmel gerichteten Faust überquerte. „Es ist solch ein großartiger Moment – Zweiter bei Paris-Roubaix und ich bin erst 25 Jahre alt. Irgendwann will ich dieses Rennen gewinnen“, schwärmte Degenkolb. Zwölf Jahre nach dem zweiten Platz von Steffen Wesemann im Jahr 2002 schaffte damit wieder ein Deutscher in Roubaix den Sprung auf das Podium.

„Irgendwann will ich dieses Rennen gewinnen.“

John Degenkolb (Giant-Shimano)

Cancellara müde und enttäuscht

Indes blieb dem im Verfolgersprint unterlegenen Fabian Cancellara neben seinem vierten Sieg bei dem Kopfstein-Klassiker nach 2013, 2010 und 2006 auch Platz zwei diesmal verwehrt. „Ich bin müde und enttäuscht. Ich bin ins Rennen gegangen, um es zu gewinnen, aber es lief nicht so wie ich hoffte“, konstatierte der 33 Jahre alte Eidgenosse. Sein eigener Teamkollege Hayden Roulston brachte den viermaligen Zeitfahr-Weltmeister 80 Kilometer bei einem Sturz fast zu Fall.

Der Berner vermied zwar den unliebsamen Bodenkontakt, musste aber dennoch sein Rad wechseln und sich zurück ans Feld kämpfen. Cancellara konnte sich auch nicht damit trösten, dass er zum zwölften Mal nacheinander einen der großen Frühjahrsklassiker Mailand – San Remo, Flandern-Rundfahrt und eben Paris-Roubaix auf dem Podium beendete.

Foto: © OPQS / Tim de Waele

Webseite des Rennens: www.letour.fr/paris-roubaix/2014/us/

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