Degenkolb gewinnt 76. Gent-Wevelgem – Greipel operiert

John Degenkolb gewinnt Gent - Wevelgem 2014John Degenkolb (Argos-Shimano) hat sein Plattfusspech von Mailand-San Remo bestens weggesteckt und die 76. Auflage des belgischen Frühjahrsklassiker Gent-Wevelgem gewonnen.

Der 25 Jahre alte Thüringer konnte sich nach 233 Kilometern von Deinze nach Wevelgem im Sprint gegen den Franzosen Arnaud Démare (FDJ.fr) und den slowakischen Titelverteidiger Peter Sagan (Cannondale) durchsetzen. Die drei belgischen Lokalmatadoren Sep Vanmarcke (Belkin), Tom Boonen (Omega Pharma-Quick Step) und Tom van Asbroeck (Topsport Vlaanderen) belegten die Plätze vier bis sechs.

Degenkolb: „Unglaubliches Gefühl“

„Das ist ein unglaubliches Gefühl. Wir sind ein unglaubliches Rennen gefahren. Ich habe mich im Finale auf Sagan konzentriert und bin dann im richtigen Moment von seinem Hinterrad noch vorbeigefahren“, kommentierte Degenkolb den dritten Sieg eines deutschen Fahrers bei dem erstmals 1934 ausgetragenen Rennen. Vor dem Wahl-Frankfurter konnten mit dem Zschopauer Marcus Burghardt (2007) sowie dem Münchener Andreas Klier (2003) lediglich zwei Deutsche den Klassiker als Sieger beenden. Vergangene Woche machte ein Plattfuss Degenkolbs Hoffnungen auf einen Sieg beim italienischen Klassiker Mailand-San Remo wenige Kilometer vor dem Ziel vorzeitig zunichte.

Greipel nach Sturz operiert

Dafür war das Pech in Belgien diesmal anderen vorbehalten. Für den deutschen Meister André Greipel (Lotto-Belisol) waren bereits acht Kilometer vor dem Ziel jegliche Siegträume beendet. Der 31 Jahre alte Rostocker kam bei einem Sturz zu Fall und zog sich dabei einen doppelten Bänderriss in der Schulter zu. Noch am Sonntag wurde Greipel nach Angaben seines Rennstalls operiert – die Frühjahrssaison ist für den Wahl-Schweizer damit beendet.

Sturz-Pech auch bei NetApp-Endura

Ebenfalls arg sturzgebeutelt war das deutsche Team NetApp-Endura, wo sich Paul Voß einen Finger, sein österreichischer Teamkollege Daniel Schorn gar das Schlüsselbein und zwei Rippen brach. „Das Fazit zum Rennen hat dennoch etwas positives, denn die Jungs haben sehr gut harmoniert und gearbeitet. Leider wurde durch die Stürze alles zu Nichte gemacht“, bilanzierte Sport-Direktor Andre Schulze. Der in Belgien geborene Ire Sam Bennett wurde als Zwölfter bester Profi des mit einer Wildcard an den Start gegangenen deutschen Zweitdivisionärs.

Foto: © Cor Vos / Team Giant-Shimano

Webseite des Rennens: www.gent-wevelgem.be

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