Armstrong beteuert: 2009 „sauber“ – Treffen mit Bassons

Lance Armstrong bei der Tour of Irland 2009 - Foto: Natalie MuirLance Armstrong hat erneut beteuert, bei seinem Comeback im Jahr 2009 „sauber“ unterwegs gewesen zu sein. Mit dem Radsport hat indes nicht mehr viel am Hut – wird aber von Chris McCormack zu einem Privatduell herausgefordert.

„Ich habe schon zu viele Lügen erzählt, das kann ich mir nicht mehr erlauben. Es wird ja noch Urin und Blutproben aus diesem Jahr geben – wenn sie jemand kontrolliert, werden sich keine Dopingspuren finden“, sagte der 42 Jahre alte Texaner der Gazzetto dello Sport. Über die Zeit seiner mittlerweile sieben aberkannten Tour-de-France-Siege sagte Armstrong: „Ich weiß ich bin schuldig. Ich kann verstehen, dass sie mich als Symbol dieser Jahre gewählt haben, auch wenn die Topfahrer dieser Zeit, die Manager und Ärzte alle im selben Boot saßen.“ Mit dem Radsport selbe habe er inzwischen nicht mehr viel am Hut – er spiele lieber Golf.

Privat-Duell mit McCormack?

Doch Armstrong könnte früher als gedacht wieder auf dem Rad sitzen, forderte der zweimalige Ironman-Weltmeister Chris McCormack den Texaner doch zu einem Privatduell heraus. „Ich trete gegen dich an, Kumpel. Auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nur zwei alte Kerle. Keine Ausreden“, sagte der 40 Jahre alte Australier vor kurzem dem Triathlete Magazine. Armstrongs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. „Hey Macca, wenn Du es ernst meinst, ruf mich an. Lass uns diskutieren“, twittert er daraufhin an den zwei Jahre jüngeren Herausforderer zurück.

Treffen mit Bassons

Zudem berichten die französischen Tageszeitungen Le Monde und L’Equipe, dass Armstrong in einem französischen Hotel mit dem französischen Ex-Profi Christophe Bassons (39) Frieden geschlossen habe. „Für mich ist das Wichtigste, Dir persönlich zu sagen, dass es mir leid tut“, sagte Armstrong demzufolge zu Bassons. Der ehemalige Festina- und FDJ-Profi brach im Jahr 1999 die Tour de France unter dem Druck des Peloton ab. Er galt damals als Nestbeschmutzer, weil er sich nach Ansicht der Profis in seiner täglichen Kolumne als Saubermann darstellte. Armstrong damals: „Wenn er denkt, dass Radsport so funktioniert, irrt er sich und es ist besser, dass er nach Hause fährt.“

Mitte November hatte sich Armstrong bereits mit seiner ehemaligen Masseurin Emma O’Reilly ausgesprochen. O’Reilly hatte bereits im Jahr 2004 über Dopingaktivitäten Armstrongs berichtet. Armstrong bezeichnete O’Reilly danach als eine „alkoholabhängige Prostituierte“. In dem Interview mit dem Daily-Mail-Journalist Matt Lawton entschuldigte sich Armstrong bei dem Treffen bei O’Reilly.

Foto: Natalie Muir / Lizenzbedingungen (CC BY-NC-ND 2.0)

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