UCI bezieht am Montag Stellung – Armstrong unbeeindruckt

Der Radsport-Weltverband UCI wird sich am Montag zum Abschluss-Bericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA im Zusammenhang mit den Dopinganschuldigungen gegen Lance Armstrong äußern.

Wie die die UCI am Freitag mitteilte, wird UCI-Präsident Pat McQuaid um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz im Hotel Starling am Flughafen im schweizerischen Genf zur Causa Lance Armstrong Stellung beziehen. Die USADA hatte den 41-jährigen Texaner am 24. August wegen des Verdachtes des langjährigen Dopings lebenslang gesperrt.

Der UCI stellte die USADA die mehr als 1.000 Seiten umfassenden Ermittlungsergebnisse am 10. Oktober zu. Das Dokument stützt sich auf zahlreiche Zeugenaussagen, Finanzanalysen und Korrespondenzen. Die USADA fordete den Weltverband auf, alle Ergebnisse Armstrongs, darunter auch die sieben Tour-Siege (1999-2005), seit dem 1. August 1998 zu streichen.

Verbruggen im Zwielicht

Die UCI selber, vor allem McQuaids Vorgänger Hein Verbruggen, war zuletzt heftig in die Schusslinie geraten. Sowohl Armstrongs Teamkolleger Tyler Hamilton als auch Kathy Lemond, Ehefrau des dreimaligen Toursiegers Greg LeMond, behaupteten, dass die UCI positive Dopingproben Armstrongs aus den Jahren 1999 und 2001 vertuscht habe.

„Es gibt nicht die Spur eines Beweises“, verteidigte Verbruggen zuletzt in einem via SMS geführten Interview mit der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf Armstrong. Diese Aussage wies der 72-Jährige am Donnerstag jedoch zurück. Auch eine positive Probe Armstrongs habe Verbruggen, UCI-Präsident von 1991 bis 2005, nicht vertuscht.

Armstrong unbeeindruckt

Indes zeigte sich Armstrong bei seinem ersten offiziellen Auftritt nach Veröffentlichung des USADA-Berichts sichtlich unbeeindruckt. „Es ging mir schon besser, aber auch schon schlechter. Das waren schwierige Wochen für mich, meine Familie, meine Freunde und die Stiftung“, sagte der 41-jährie Texaner bei einer Rede zur 15-jährigen Jubiläumsgala seiner Krebsstiftung Livestrong am Freitabend in seiner Heimatstadt Austin. „Lassen wir es heute Nacht ordentlich krachen!“, rief Armstrong am Ende seiner Rede den rund 1.500 Gästen zu.

Foto: Sjar Adona

USADA-Sonderseite

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