Kein Grand Départ: Berlin verzichtet auf Tour-de-France-Bewerbung

Foto: Jonathan Thompson  Berlin wird sich nicht für einen Start der Tour de France in den nächsten Jahren bewerben.

„Wir werden davon Abstand nehmen“, sagte der Berliner Sportstaatssekretär Andreas Statzkowksi (CDU) dem Tagesspiegel. Ein Grund für den Rückzieher des Vorhabens seien vor allem die hohen Kosten in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro.

Ein weiterer Grund sei der Ausstieg von ARD und ZDF aus der Tour-Berichterstattung. „Was hilft es uns, wenn ARD und ZDF nicht berichten“, sagte Statzkowski dem Blatt. Stattdessen stellte der Sportpolitiker eine Aussrichtung der Hallen-Weltmeisterschaft im Berliner Velodrom in Aussicht. Dies würde lediglich 1,5 Millionen Euro veranschlagen. „Wir überlegen, ob wir uns dafür bewerben“, so der Staatssekretär.

Statzkowskis Vorgänger Thomas Härtel (SPD) hatte dem Tour-Veranstalter ASO im Juni vergangenen Jahres das offizielle Berliner Interesse für einen erneuten Grand Départ der Frankreich-Rundfahrt übermittelt. Dabei standen die Jahre 2016, 2017 und 2018 zur Diskussion. Bereits einmal besuchte die „Große Schleife“ die Hauptstadt: 1987 fand der Tour-Auftakt anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins im Westteil der damals noch geteilten Stadt statt.

Foto: Jonathan Thompson

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