Ullrich nach dem Ötztaler: „Sauhart, aber schön“

Finisher des Ötztaler Radmarathons: Jan Ullrich - Foto: www.oetztaler-radmarathon.com Jan Ullrich hat sich am Sonntag (28. August) erstmals in die Finisher-Liste des Ötztaler Radmarathons (Tirol/Österreich) eingetragen.

Nach 238 Kilometer und einer Fahrzeit von 8:12.29 Stunden überquerte der 37-jährige Ex-Profi die Ziellinie des anspruchsvollen Jedermannrennens, das auch in diesem Jahr wieder 4.000 Teilnehmer nach Tirol lockte. Ullrich konnte sich als 84. seiner Altersklasse beim Ritt über die vier Bergriesen Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmesljoch mit insgesamt 5.500 Höhenmetern klassieren.

„Ich fühle mich wie neu geboren. Es ist ein tolles Gefühl, wieder zurück in der großen Radsport-Familie zu sein. Es ist einfach geil, sich wieder unter das Radsportvolk mischen zu können“, sagte Ullrich wenige Minuten vor dem Start in Sälden, wo das Rennen um 6:45 Uhr bei drei Grad gestartet wurde und nach 238 Kilometern auch wieder endete.

Ullrich war als „Edelhelfer“ seines Freundes Frank Wörndl für einen guten Zweck im Ötztal an den Start gegangen. Der ehemalige Slalom-Weltmeister musste, geschwächt durch Magenprobleme, seinen Helfer jedoch schon beim ersten Anstieg nach Kühtai ziehen lassen. Wörndl rollte letztlich nach 10:08.29 Stunden über den Zielstrich.

„Es war sauhart, aber es war ein schöner Tag“, sagte ein sichtlich gut austrainierte Ullrich im Anschluss. Knapp sechs Wochen hatte sich der Tour-de-France-Sieger von 1997 auf das Rennen vorbereitet. Bereits während des Rennens musste der Wahl-Schweizer die zahlreichen Hobby-Radler an den Verpflegungsstationen mit Autogrammen versorgen.

Den Sieg sichterte sich nach 7:06.31 Stunden der Innsbrucker Lokalmatador Stefan Kirchmair. Bei den Frauen setzte sich wie im Vorjahr die Belgierin Edith van den Brande durch. 7:51.30 Stunden benötigte die Titelverteidigerin und war damit mehr als eine halbe Stunde schneller als die zweiplazierte Italienerin Alexandra Hober.

Foto: www.oetztaler-radmarathon.com

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