Sebastian Lang bekommt nachträglich „Rot-Weiß“

Sebastian Lang (Gerolsteiner) - Foto: Team GerolsteinerSebastian Lang aus dem Team Gerolsteiner ist doch zum verdienten Lohn seiner Flucht auf der neunten Etappe der Tour de France gekommen.

Der 28-jährige Erfurter, den alle nur liebevoll ‚Seppel‘ nennen, durfte sich mit etwas Verspätung das rot-weiß gepunktete Trikot des besten Bergfahres am Ende der zwölten Etappe überstreifen. Lang hatte auf der ersten Pyrenäen-Etappe der Tour als Ausreißer vier Bergwertungen gewinnen können und wurde auf dem Col d’Aspin vor der Bergwertung von Riccardo Ricco (Saunier Duval) förmlich überflogen. Das dessen Leistung nicht auf natürliche Weise zustande kam, ist nach dem positiven Doping-Tests des Italieners inzwischen aufgeklärt.

Schon als Ricco kurz vor dem Aspin an Lang vorbeifuhr, sah man diesen im Fernsehen ungläubig den Kopf schütteln, als würde er ahnen, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugehen würde. Lang sollte Recht behalten und wurde nun nachträglich für seine aufopferungsvolle Flucht belohnt.

Für den ausgewiesenen Zeitfahrspezialisten Lang muss es wohl ein ganz besondere Moment sein, sich kurz vor den Alpen mit dem Trikot des besten Bergfahrers schmücken zu dürfen.

Kohl dicht hinter Teamkollege Lang

Doppelte Freude bereitet dem Team Gerolsteiner, dass nur zwei Punkte hinter dem 28-jährigen Erfurter folgt dessen Teamkollege Bernhard Kohl positioniert ist. Der Österreicher hat 56 Punkte, Lang zwei mehr. Auch wenn Lang sich keine großen Illusionen macht das Trikot bis über die Alpen zu retten, so hat Bernhard Kohl jedoch reelle Aussichten, die Wertung zu gewinnen und die Nachfolger des Kolumbianer Maurico Soler anzutreten.

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