Klöden bezieht Stellung zu den Vorwürfen von Sinkewitz

Andreas Klöden (Team Astana) - Foto: © Edward A. Madden / dotcycling.com

Andreas Klöden hat auf seiner Hompage Stellung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen bezogen und die angeblichen Anschuldigen seines ehemaligen Team-Kollegens Parik Sinkewitz von sich gewiesen.

In einer Pressemitteilung wehrt sich der 32-jährige Astana-Profi gegen die in der ‚Süddeutschen Zeitung‘ erhobenen Vorwürfe gegen ihn. Diese hatte in ihrer Samstag-Ausgabe bereichtet, der ehemalige Teamkollege Klödens und geständige Doping-Sünder Patrik Sinkewitz aus Künzell habe in einer weiteren Befragung durch das Bundeskriminalamt (BKA) Namen andere Fahrer genannt haben.

In der Befragung soll Sinkewitz seine ehemaligen Teamkollegen Matthias Kessler und eben Klöden schwer belastet haben. Beide sollen neben ihm zum sogenannten ‚Rhein-Konvoi‘ gezählt haben und vor Beginn der Tour de France 2006 zum Eigenblutdoping in die Freiburger Uni-Klinik gereist sein. Klöden beendete die Tour 2006 auf Platz zwei hinter dem Spanier Oscar Pereiro. Die Staatsanwaltschaft Freiburg wollte die Namen der beiden Fahrer aus ermittlungstechnischen Gründen weder bestätigen noch dementieren.

Hier die komplette Pressemitteilung von Andreas Klöden auf dessen Webseite www.andreas-kloeden.com :

Liebe Radsportfreunde,

mit Unverständnis habe ich die Berichte über Vorwürfe zur Kenntnis genommen, die Patrick Sinkewitz gegen mich angeblich erhoben haben soll.

Zu dem von den Medien am Wochenende diskutierten Thema hatte ich mich bereits mehrfach geäußert und kann dem nichts hinzufügen. Ich habe meine Rechtsanwälte aber gebeten, den Sachverhalt aufzuklären und die zur Wahrung meiner Persönlichkeitsrechte erforderlichen Schritte zu ergreifen.

Der für das strafrechtliche Ermittlungsverfahren zuständigen Staatsanwaltschaft haben wir zur Klärung der Angelegenheit bereits vor der derzeitigen Berichterstattung unsere Kooperationsbereitschaft angeboten. Allerdings ist meinen Rechtsanwälten die von ihnen beantragte Akteneinsicht leider bisher noch nicht gewährt worden. Wir wissen daher weder, was mir genau vorgeworfen wird, noch ob und inwiefern Patrik Sinkewitz oder Dritte gegen mich tatsächlich Vorwürfe erheben.

Erstaunt bin ich ehrlich gesagt darüber, dass angebliche Detailinformationen aus Ermittlungsverfahren (angeblich sollen Medienvertretern sogar „gesicherte Informationen“ vorliegen, nach denen Patrik Sinkewitz im Rahmen seiner Vernehmung „bedroht“ worden sein soll, damit er „pariert“ und andere belastet!), von denen nicht einmal die Betroffenen Kenntnis haben und zu denen ihnen noch kein rechtliches Gehör gewährt worden ist, offenbar gezielt an die Presse lanciert werden.

Da die Staatsanwaltschaft sich bisher korrekt verhält und die in der Presseberichterstattung behaupteten Informationen nicht bestätigt, ist zu vermuten, dass angeblich informierte Dritte diese echten oder erfundenen Schilderungen über die Vernehmung von Patrik Sinkewitz aus naheliegenden Gründen gezielt an die Presse weitergeben.

Meine Rechtsanwälte haben mich außerdem darauf hingewiesen, dass ich vor allem im Rahmen eines laufenden Ermittlungsverfahrens, das nicht nur mich betrifft, auch nach Kenntnis der gegen mich erhobenen Vorwürfe – die ich bisher noch nicht habe – nicht uneingeschränkt zu Akteninhalten Stellung nehmen darf. Ich hoffe aber, dass sich die gesamte Situation bald aufklärt.

Foto: © Edward A. Madden / dotcycling.com

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