Mit Bonussekunden in Rot: Froome mit Hamstertaktik zum ersten Vuelta-Sieg?

Will nach vier Tour-Siegen nun endlich auch seinen ersten Gesamtsieg bei der Vuelta: Christopher Froome (Sky) - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Jede Sekunde ist kostbar: Dank einer Zeitgutschrift bei einem Zwischensprint und im Finale der 3. Etappe für seinen dritten Platz hat Sky-Kapitän Christopher Froome bereits früh das Rote Trikot der 72. Vuelta a España übernommen. Bereits einmal fehlten dem Tour-Sieger nur wenige Sekunden zum Vuelta-Sieg.

„Es ist schon eine Überraschung, aber auch das Resultat von harter Arbeit meiner Mannschaft. Ich habe die Vuelta schon einmal um 13 Sekunden verloren. Deshalb kämpfe ich hier um jede Sekunde“, erinnerte der 32 Jahre alte Brite im Anschluss an den Sieg des Italieners Vincenzo Nibali (Bahrain-Medria) in Andorra la Vella an das Jahr 2011.

Erinnerungen an 2011

Damals musste Froome den Gesamtsieg der Spanien-Rundfahrt dem Spanier Juan Jose Cobo überlassen musste. Auch im Vorjahr (hinter Nairo Quintana/+1:32 Minuten) und 2014 (hinter Alberto Contador/+1:10) beendete Froome, das Rennen auf Platz zwei – dort aber mit deutlicheren Zeitabständen. Im Jahr 2012 wurde der in Kenia geborene Brite Vierter, ein Jahr später musste er das Rennen nach der elften Etappe aufgrund eines bei einem Sturz erlittenen Fußbruchs früh beenden.

„Können einen großen Kampf erwarten“

In diesem Jahr soll es beim sechsten Anlauf nun endlich klappen mit dem ersten Vuelta-Gesamtsieg seiner Laufbahn – notfalls mit der Hamstertaktik. Doch bis dahin ist es laut Froome, der mit einem Angriff am Schlussanstieg das Finale des dritten Tagesabschnitts der diesjährigen Austragung eröffnet hatte, noch ein langer Weg.

„Das Trikot zu behalten wird sehr hart, vor allem wegen der ganzen Zeitgutschriften, die hier vergeben werden. Es sind nur zwei Sekunden bis zu nächsten Gruppe. Wir können einen großen Kampf um das Trikot erwarten“, sagte der viermalige Tour-Sieger und ergänzte: „Ich erwarte nicht, das Trikot durchgehend bis zum Schluss zu tragen, aber ich werde alles dafür tun, um es am Ende zu haben.“

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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