Selig Zweiter hinter Gaviria in Cagliari – Greipel muss Rosa ausziehen

Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) gewinnt die 3. Etappe des 100. Giro d'Italia

Erneuter Führungswechsel auf Sardinien: Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) hat sich durch den Sieg der 3. Etappe das Rosa Trikot des Gesamtführenden des 100. Giro d’Italia von André Greipel (Lotto Soudal) gesichert.

Nach einer starken taktischen Leistung seines Teams konnte sich der 22 Jahre alte Kolumbianer beim letzten Teilstück auf Sardinien nach 148 Kilometern von Tortoli nach Cagliari im Sprint einer siebenköpfigen Spitzengruppe vor dem Zwenkauer Rüdiger Selig (Bora-hansgrohe) und dem Italiener Giacomo Nizzolo (Trek-Segafredo) durchsetzen.

Selig mit Gänsehaut auf Platz zwei

„Das ist das Wichtigste, was ich je erreicht habe – eine Etappe beim Giro zu gewinnen und das Rosa Trikot zu übernehmen. Gestern habe ich den Sieg verpasst und wusste, dass heute die letzte Chance ist, das Rosa Trikot zu übernehmen“, bilanzierte Gaviria im Anschluss. „Die letzten Kilometer hatte ich Gänsehaut, ich wollte heute einfach aufs Podium und habe gekämpft. Gegen Gaviria hatte ich schlussendlich keine Chance, aber ich bin dennoch mehr als happy mit meinem zweiten Platz“, meinte indes Selig.

Greipel nun Geamtzweiter, Pöstlberger Dritter

Vortagessieger Greipel fiel im von starken Wind geprägten Finale rund neun Kilometer vor dem Ziel zurück, nachdem er mit seinem Schuh aus dem Pedal gerutscht war und den Anschluss verlor. Mit 13 Sekunden Rückstand kam er mit der ersten Verfolgergruppe als Zehnter ins Ziel. „So ist der Sport halt. Wir waren im Team gut organisiert. Das Problem war, dass ich am Ende nicht vorne dabei bleiben konnte“, konstatierte Greipel.

Nach dem Ruhetag auf den Ätna

In der Gesamtwertung liegt der Deutsche Meister nun mit neun Sekunden hinter Gaviria, gefolgt vom österreichischen Auftaktsieger Lukas Pöstlberger (Bora-hansgrohe/+0:13). Am Montag legt die Italien-Rundfahrt 2017 ihren ersten Ruhetag an, bevor es am Dienstag über 181 Kilometer von Cefalu auf den Ätna in Sizilien geht.

Foto: © Quick-Step Floors Cycling Team / Tim de Waele

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