Wer rollte ausser Sinkewitz zur Blutauffrischung nach Freiburg ?

Das ehemalige Team T-Mobile, heute Team High-Road, will in der Dopingdiskussion einfach nicht zur Ruhe kommen. Nach Bekanntwerden der Meldung durch die „Stuttgarter Nachrichten„, dass angeblich fünf T-Mobile-Profis vor Beginn der Tour de France 2006 kollektiv zur Eigenbluttransfusion nach Freiburg reisten, wird fieberhaft gerätselt, wer die fünf Profis sind.

Einzig der Name des Ex-Team Mobile-Fahrers Patrik Sinkewitz (27) als geständiger Dopingsünder dürfte feststehen. Zu dem Tour-Aufgebot 2006 zählten neben Sinkewitz noch Andreas Klöden, Matthias Kessler, Eddy Mazzoleni, Guiseppe Guerini, Michael Rogers und Sergej Honchar. Die Mannschaft ging damals mit nur sieben Fahren dezimiert an den Start, da der ursprüngliche Kapitän des Teams, Jan Ullrich, sowie der Spanier Oscar Sevilla einen Tag vor dem Tour-Start in Straßburg am 1.Juli 2006 wegen Verdacht des Dopings von der Rundfahrt ausgeschlossen worden waren. Trotz der vermeintlichen Schwächung präsentierte sich das dezimierte Team sehr erfolgreich in der Rundfahrt. Der Ukrainer Sergej Honchar gewann die beiden Zeitfahren, Matthias Kessler die dritte Etappe, das Team die Mannschaftswertung und ihr „Ersatzkapitän“ Andreas Klöden belegte den dritten Platz im Gesamtklassement, der später durch die Aberkennung des Siegertitels von Floyd Landies aus den USA zum zweiten Platz aufgewertet wurde.

Es bestädigt sich immer mehr der Verdacht, dass jahrelang systematisches Doping im Team T-Mobile betrieben wurde. Dabei steht vor allem die sportmedizinische Abteilung der Uniklinik Freiburg im Focus der Verdächtigungen. Die mittlerweile entlassenen Teamärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid sollen dabei jahrelang die Profis bei der Zuvor illegaler Mittel oder Blutkonserven unterstützt haben.

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