Tour de France: Degenkolb sprintet in Roubaix zum Etappensieg

John Degenkolb feiert seinen Tour-Etappensieg in Roubaix - Foto: A.S.O.

Endlich am Ziel seiner Träume: Im sechsten Jahr holt sich John Degenkolb endlich den lang ersehnten Etappensieg bei einer Tour de France – und widerlegt damit seine Kritiker.

Im Sprint einer Dreiergruppe konnte sich der 29 Jahre alte Thüringer gegen die Belgier Greg Van Avermaet (BMC Racing) und Yves Lampaert (Quick-Step Floors) durchsetzen. Drei Jahre nach seinem Erfolg bei Paris-Roubaix durfte Degenkolb somit endlich über den ersten Tour-Etappensieg seiner Laufbahn jubeln.

Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) wurde im Sprint der Verfolger hinter Philippe Gilbert (Quick-Step Floors) Fünfter. André Greipel (Lotto Soudal) wurde nach dem Ritt über 21,7 Kilometer Kopfsteinpflasterals zweitbester Deutscher Achter, Nils Politt (Katusha-Alpecin) 13.

Degenkolb: „So lange darauf gewartet“

„Auf diesen Sieg habe ich so lange gewartet. Es war unglaublich. Endlich ein großer Sieg nach einer sehr langen Zeit, in der ich so viel durchgemacht habe. Es war eine schwere Zeit“, sagte Degenkolb überglücklich nach dem Rennen und ergänzte: „Viele haben behauptet, dass es vorbei ist und ich nicht zurückkomme. Aber ich wusste es besser. Es gibt kein Finale, das dramatischer, schöner oder fantastischer hätte sein können. Ich bin total überwältigt.“

Van Avermaet weiter in Gelb – Aus für Porte

Der geschlagene Olympiasieger Van Avermaet konnte als Trostpflaster seine Führung in der Gesamtwertung auf 43 Sekunden auf den Briten Geraint Thomas (Sky) ausbauen. Beendet ist das Rennen indes für Van Avermaet Teamkollegen Richie Porte. Der Australier, einer der Siegsanwärter auf den Gesamtsieg, kam bereits nach zehn Kilometern bei einem Sturz zu Fall und musste mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch aufgeben. .

Mit dem Sieg Degenkolbs gehen die deutschen Fahrer damit doch noch in den ersten Ruhetag der Frankreich-Rundfahrt 2018. Zuvor konnten weder der bereits 14 Mal erfolgreiche Marcel Kittel oder der elfmal siegreiche Greipel für einen Tageserfolg sorgen.

Foto: A.S.O.

Triumph in der „Hölle des Nordens“: Weltmeister Peter Sagan gewinnt 116. Paris-Roubaix

Peter Sagan (Bora-hansgrohe) feiert seinen Sieg bei Paris-Roubaix 2018 - Foto: A.S.O.

Weltmeister-Sieg in der „Hölle des Nordens“: Peter Sagan aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall hat die 116. Auflage des französischen Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix gewonnen.

Der 28 Jahre alte Slowake konnte sich nach 257 Kilometern von Compiègne ins Velodrom nach Roubaix im Zweier-Sprint gegen den Schweizer Meister Silvan Dillier (Ag2r-La Mondiale) durchsetzen und damit seinen ersten Erfolg beim dem Radsport-Monument perfekt machen. » Weiterlesen

Degenkolb ohne zusätzlichen Druck zu Paris-Roubaix: „Kein ‚Alles-oder-nichts'“

Mag die nordfranzösischen Pflastersteine: John Degenkolb (Trek-Segafredo) - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Wieder ausgeruht von einer kraftraubenden Flandern-Rundfahrt, ohne Extra-Druck und mit der vollen Unterstützung seiner Trek-Segafredo-Teamkollegen geht John Degenkolb bei der 116. Auflage von Paris-Roubaix an den Start.

„Ich verspüre keinen zusätzlichen Druck und es fühlt sich für mich nicht wie ein ‚Alles-oder-nichts‘ an. Auch nach Roubaix werden weiter Rennen gefahren“, sagte Degenkolb nach einer ersten Streckenbesichtigung am Donnerstag. » Weiterlesen