Alpe-d’Huez-Feeling am Mount Fløyen ändert nichts an Martin-Kritik

Muss das Regenbogentrikot im Zeitfahren an Tom Dumoulin abgeben: Tony Martin (Katusha-Alpecin) - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Trotz seines neunten Platzes konnte der entthronte Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin dem WM-Rennen im norwegischen Bergen durchaus Positives abgewinnen – und sieht im neuen Titelträger einen würdigen Nachfolger.

„Einer der verdientesten Weltmeister der letzte Jahre. Er hat den Giro gewonnen, hat bei jedem Zeitfahren bewiesen, dass er Weltklasse ist“, sagte der 32 Jahre alte Martin über den neuen Weltmeister und Träger des Regenbogentrikots Tom Dumoulin aus der Niederlanden. „Insofern ist es keine Überraschung und absolut verdient“, ergänzte der viermalige Titelträger.

Martin: „Kann damit nicht zufrieden sein“

Wesentlich mehr haderte Martin jedoch mit seiner eigener Leistung, auch wenn er bereits vor dem Rennen betonte, dass der 31 Kilometer lange Kurs für seine Verhältnisse zu kurz und der 3,4 Kilometer lange und mit durchschnittlich 9,1 Prozent steile Schlussanstieg zum Mount Fløyen ihm alles andere als in die Karten spielten.

„Damit kann ich nicht zufrieden sein. Das muss ich erstmal verarbeiten“, meinte Martin, dem letztlich 18 Sekunden auf das vor dem Rennen anvisierte Bronze fehlten, das sich stattdessen der britische Tour-und Vuelta-Sieger Christopher Froome hinter Dumoulin und dem Slowenen Primoz Roglic sicherte. Auf Sieger Dumoulin hatte Martin sogar 1:39 Minuten Rückstand

Alpe d’Huez-Feeling am Mount Fløyen

Trotz aller Enttäuschung konnte der bekennende Norwegen-Fan Martin dem Tag etwas Positives abgewinnen. „Auch wenn es nicht meine Strecke war, war es eines der schönsten Finals, die ich gefahren bin. Es war eine geniale Kulisse“, bekannte der Wahlschweizer. Begeisterte und bunte Zuschauerscharren am Mount Fløyen hatten trotz zeitweise strömenden Regens im hohen Norden für Alpe d’Huez- und Tour-de-France-Feeling gesorgt.

„Tolles Finale“, aber Kritik bleibt

An Martins Kritik an den Organisatoren der UCI-Wettkämpfe änderte dies im Kern jedoch nichts. „Die Zuschauer am Rand hatten Spaß, die Zuschauer am Fernseher hatten sie Spaß. Insofern muss man den Organisatoren recht geben, es war ein tolles Finale. Das ändert jedoch nichts an meiner Kritik, dass ein Zeitfahren bei er WM länger sein müsste und das so eine Wechselzone das ganze schon ein wenig verwässert“, konstatierte der Katusha-Alpecin-Profi.

Wie die meisten anderen Favoriten hatte Martin darauf verzichtet, in der Wechselzone seine Zeitfahrmaschine gegen ein Straßenrad zu tauschen. Vielleicht bietet sich am Sonntag im finalen Straßenrennen für Martin noch die Chance, einen auch ergebnistechnisch einen versöhnlichen WM-Abschluss zu sorgen. Nach dem krankheitsbedingten Aus des eigentlichen Kapitäns John Degenkolb geht das neunköpfige ohne erklärten Kapitän auf den 267,5 Kilometer langen Kurs mit Start und Ziel in Bergen.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Mit Bonussekunden in Rot: Froome mit Hamstertaktik zum ersten Vuelta-Sieg?

Will nach vier Tour-Siegen nun endlich auch seinen ersten Gesamtsieg bei der Vuelta: Christopher Froome (Sky) - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Jede Sekunde ist kostbar: Dank einer Zeitgutschrift bei einem Zwischensprint und im Finale der 3. Etappe für seinen dritten Platz hat Sky-Kapitän Christopher Froome bereits früh das Rote Trikot der 72. Vuelta a España übernommen. Bereits einmal fehlten dem Tour-Sieger nur wenige Sekunden zum Vuelta-Sieg.

„Es ist schon eine Überraschung, aber auch das Resultat von harter Arbeit meiner Mannschaft. Ich habe die Vuelta schon einmal um 13 Sekunden verloren. Deshalb kämpfe ich hier um jede Sekunde“, erinnerte der 32 Jahre alte Brite im Anschluss an den Sieg des Italieners Vincenzo Nibali (Bahrain-Medria) in Andorra la Vella an das Jahr 2011. » Weiterlesen

Kittel folgt Martin von Quick-Step Floors zu Katusha-Alpecin

Fährt ab der Saison 2018 für das Team Katusha-Alpecin: Marcel Kittel (Quick-Step Floors) - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.

Trikottausch perfekt: Marcel Kittel verlässt nach zwei Jahre das belgische Team Quick-Step Floors und folgt Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin zu Katusha-Alpecin.

Die Verpflichtung des 29 Jahre alten Kittels gab der mit einer Schweizer Lizenz fahrende Rennstall mit dem deutschen Hauptsponsor Alpecin am Mittwoch bekannt. » Weiterlesen

Google Maps lotst Arndt fast zum Sieg in Salon-de-Provence

Fuhr nur knapp an einem ersten Tour-Etappensieg vorbei: Nikias Arndt (Sunweb) - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Nur knapp fährt Nikias Arndt auf der 19. Etappe am fünften Tagessieg des Teams Sunweb bei der 104. Tour de France vorbei – gibt sich aber trotz der verpassten Coups und anfänglicher Enttäuschung als fairer Verlierer und erntet ein dickes Lob seiner Teamleitung.

„Ein weinendes und ein lachendes Auge“, bilanzierte der 25 Jahre alte Buchholzer beim Ausfahren nach seinem zweiten Platz hinter dem Norweger Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) gegenüber den deutschen Journalisten. » Weiterlesen

„Wollte nicht aufgeben“: Kittel nach Tour-Aus enttäuscht und stolz zugleich

Ende in Grün: Marcel Kittel (Quick-Step Floors) wird die Tour de France 2017 nicht in Paris beenden - Foto: © Tim De Waele / Quick-Step Floors Cycling

Nach dem geplatzten Traum vom Grünen Trikot auf dem Abschlusspodium der 104. Tour de France in Paris fiel es Marcel Kittel (Quick-Step Floors) trotz seiner fünf Etappensiege schwer, seine Enttäuschung über das Tour-Aus zu verbergen.

„Ich weiß nicht wirklich, wie ich meine Gefühle beschreiben soll. Es ist eine Riesenenttäuschung“, sagte der 29 Jahre alte Arnstädter wenige Stunden nach seiner Aufgabe am Col de la Croix de Fer, wo der Träger des Grünen Trikots gezeichnet von seinen Sturzfolgen die Frankreich-Rundfahrt 2017 auf der 17. Etappe aufgeben musste. » Weiterlesen

Rigoberto Uran „unter dem Radar“ auf’s Tour-Podium?

Jubelt Rigoberto Uran (Cannondale-Drapac) auch auf dem Podium in Paris? - Foto: Cor Vos / Slipstream Sports

Im Windschatten zum Tour-Sieg? Rigoberto Uran (Cannondale-Drapac) hatte vor der 104. Tour de France niemand so richtig auf dem Zettel in Sachen Gesamtsieg – dies hat sich vor den entscheidenden Tagen der Frankreich-Rundfahrt 2017 geändert.

„Rigoberto Uran ist eher einer, der etwas unter dem Radar fährt“, urteilte etwa Titelverteidiger Christopher Froome (Sky) über den 30 Jahre alten Kolumbianer, der sich im Gegensatz zu dem Briten bereits einen Etappensieg bei der diesjährigen Austragung der Großen Schleife sichern konnte. » Weiterlesen

Katerstimmung nach der Königsetappe bei Bora-hansgrohe

Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) quält sich ins Ziel der 9. Etappe der Tour de France 2017 - Foto: © BORA-hansgrohe / Stiehl Photography

Katerstimmung nach der Königsetappe: Wohl anders als erhofft verlief auch für das deutsche Bora-hansgrohe-Team die ereignisreiche und von Stürzen überschattete 9. Etappe der 104. Tour de France – wie die Rundfahrt insgesamt.

Konnte sich noch am Vortag Emanuel Buchmann noch virtuell kurze Zeit im Gelben Trikot des Gesamtführenden wähnen, lief am Folgetag für das mit großen Ambitionen an den Start der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt gereisten Team aus dem oberbayerischen Raubling so ziemlich alles schief. » Weiterlesen

Radler „vs.“ Autofahrer: Bitte wieder miteinander statt gegeneinander

Traum eines jeden Rennradfahreres: Verlassene Straßen - hier auf Mallorca.

Nein – der 22. Mai 2017 war kein schöner Tag für Freunde des Sports, vor allem nicht für die des Radsports. Mit der deutschen Triathletin Julia Viellehner und dem US-amerikanischen Ex-Motorrad-Weltmeister Nicky Hayden erlagen gleich zwei Profi-Sportler in der Maurizio-Bufalini-Klinik im italienischen Cesena ihren Verletzungen, die sie sich bei Unfällen auf dem Rennrad zugezogen hatten.

Die 31 Jahre alte Viellehner wurde auf einer kurvenreichen Straße in den Apenninen von einem überholenden LKW erfasst. Der vier Jahre ältere Hayden wurde bei einem Zusammenprall mit einem PKW auf die Windschutzscheibe des Autos und anschließend wieder auf den Asphalt geschleudert. » Weiterlesen

„Mehr als happy“: Rüdiger Selig sprintet mit Gänsehaut aufs Podium

Zufriedene Zweiter: Bora-hansgrohe-Profi Rüdiger Selig

Zweiter und trotzdem glücklich: Rüdiger Selig (Bora-hansgrohe) zeigte sich nach seinem zweiten Platz auf der 3. Etappe alles andere als enttäuscht über einen knapp verpassten zweiten Tagessieg seines Teams beim 100. Giro d’Italia.

Im Sprint der siebenköpfigen Spitzengruppe, die sich zehn Kilometer vor dem Ziel in Cagliari auf der Windkante gebildet hatte, musste sich der 28 Jahre alte Zwenkauer letztlich nur dem kolumbianischen Tagessieger Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) geschlagen geben. » Weiterlesen

„Ihr solltet euch schämen!“: Giro-Sonderwertung sorgt für heftige Kritik

Marcus Burghardt bei einer Abfahrt

Kurz vor dem am Freitag auf Sardinien beginnenden 100. Giro d’Italia (5. bis 28. Mai) hat eine neu eingeführte Sonderwertung für teilweise heftige Reaktionen im Fahrerfeld gesorgt.

Neben den üblichen Wertungstrikots wollen die Giro-Organisatoren bei der Jubiläumsausgabe der Italien-Rundfahrt in der Wertung „Pirelli Premio Miglior Discesista“ auch den besten, oder besser wagemutigsten, Abfahrer auszeichnen. » Weiterlesen

Stuyvens Kette bremst Degenkolbs Hoffnungen auf zweiten Heimsieg

Konzentriert: John Degenkolb vor dem Start von "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" 2017

Ausgerechnet die runter gesprungene Kette seines Anfahrers und die dadurch entstandene Lücke beendete wenige hundert Meter vor Ziel die Hoffnungen John Degenkolbs (Trek Segafredo) auf einen zweiten Sieg bei „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt„.

„Ich habe die Lücke ja noch fast zugefahren, aber ganz nach vorne hat es nicht mehr gereicht“, berichtete der 28-Jährige, der sich bei der 56. Auflage des hessischen Radklassikers am 1. Mai letztlich mit Platz drei hinter dem Katusha-Alpecin-Duo Alexander Kristoff und Rick Zabel zufrieden geben musste. » Weiterlesen

Kristoff sprintet an der Alten Oper zum Hattrick bei Eschborn-Frankfurt

Zum dritten Mal Sieger von "Eschborn-Frankfurt: Alexander Kristoff (Katusha-Alpecin) - Foto: © Roth-Foto

Norwegischer Hattrick an den Alten Oper: Alexander Kristoff (Katusha-Alpecin) hat zum dritten Mal in Folge den hessischen Radklassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ gewonnen.

Der 29-Jährige konnte die 56. Auflage des Rennens am 1. Mai nach 219 Kilometern letztlich problemlos vor seinem Teamkollegen Rick Zabel für sich entscheiden. Lokalmatador John Degenkolb (Trek-Segafredo) musste sich bei der WorldTour-Premiere des traditionsreichen Frühjahrsklassiker durch den Taunus und die Bankenmetropole bei Dauerregen mit Platz drei zufrieden geben. » Weiterlesen

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