8. „King of the Lake“: Perfekte Bedingungen und Tag der Rekorde am Attersee

Traumbedingungen am Attersee beim 8. King of the Lake - Foto: © Tana Hell / Instagram: @bytanahell

Zum achten Mal lockte der „King of the Lake“ Radsportler aus ganz Europa an den Attersee im oberösterreichischen Salzkammergut. Erneut begeistert das in Europa einzigartige Zeitfahr-Event Teilnehmer, Zuschauer und Veranstalter gleichsam.

Bereits am Morgen waren die Sorgen von 1.275 Radsportlern und vor allem der ausrichtenden Atterbiker verflogen. Nach Regen am Vortag strahlte am Samstag (15. September) wieder die Sonne über dem Attersee und bereitete optimale äußere Bedingungen für die 47,2 Kilometer des „King of the Lake“ 2018. Vom ersten bis zum letzten Fahrer sollte sich das Wetter halten – und sowohl auf der Strecke als auch im Bierzelt in Schörfling für ausgelassene Feierstimmung sorgen.

Beflügelt von einem herrlichen Spätsommertag bei idealen Windbedingungen flogen die Starter dann förmlich um die  Seestraße, die zum vierten Mal für das Rennen abgesperrt und durch zahlreiche fleißige Helfer gesichert wurde. Das optimale Terrain sollte sich auszahlen. Herren-Sieger Marcus Baranski verpasste mit einer Zeit von 1:00:02,87 Stunden nur knapp die „magische Stunde“. „Ich bin total happy, ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft. Und es ist wirklich eine super Veranstaltung, deren Teilnahme ich jedem Zeitfahrer nur empfehlen kann“, bilanzierte der Hamburger glücklich.

Adelheid Schütz zum Fünften

Zum fünften Mal den Titel „Queen of the Lake“ sicherte sich bei den Frauen Adelheid Schütz. In 1:05:25,78 Stunden rauschte die Seriensiegerin um den See und stellte zugleich ihre persönliche KotL-Bestzeit auf. „Dieses Jahr dachte ich wirklich, dass Barbara Mayer mich schlagen wird, da sie wirklich sehr stark ist. Auf der Strecke war ich mir noch sicher, dass es nicht geklappt hat und auch im Ziel war ich mir nicht sicher, aber dass es dann eine so klare Sache war, freut mich natürlich umso mehr“, bilanzierte Schütz.

Preidler verbessert Streckenrekord erneut

Die „Stunden-Schallmauer“ durchbrach indes im „Elite King“-Rennen WorldTour-Profi Georg Preidler, der sich nach seinem vorzeitigen Aus bei der Spanien-Rundfahrt am Attersee den Feinschliff für die Straßen-WM im Innsbruck holte. Das tat der 28 Jahre alte Zeitfahrmeister Österreichs mit Bravour: Um mehr als zwei Minuten konnte Preidler seinen Streckenrekord aus dem Vorjahr (55:57,97 Minuten)  unterbieten. Nach 53:29,35 Minuten stoppte bei dem Groupama-FDJ-Profi die Uhr. „Das war wirklich ein gelungener WM-Test und es macht immer wieder Spaß hier zu sein. Die Zeit vergeht so schnell hier am Rad und ich genieße es jedes Mal hier mitzufahren“, sagte Preidler im Anschluss an seine Rekordfahrt, mit der er ein weiteres Radsportfest im Salzkammergut abrundete.

Ebenfalls erneut den Weg nach Schörfling fand Extremradsportler Christoph Strasser, der in diesem Jahr zum fünften Mal das Race Across America gewann und sowohl im Freien als auch auf der Bahn den 24-Stunden-Weltrekord inne hat. Auch Strasser ließ es sich natürlich nicht nehmen, seinen Rekord aus dem Vorjahr zu verbessern. Mit einer Zeit von 1:00,23 Stunden verpasste auch er nur knapp die „magische Stunde“. Auch für Tina Hien, die über das radsportkompakt.de-Gewinnspiel einen der begehrten Startplätze gewinnen konnte, sollte der Tag im Salzkammergut zu einem Highlight werden. „Es war Mega und hat total Spass gemacht. Nächstes Jahr komme ich wieder“, sagte sie.

Zufriedener Organisations-Chef
So konnte Organisator-Chef Erwin Mayer von den Atterbikern auch in diesem Jahr wieder ein rundum gelungenes Fazit ziehen: „Wir sind sehr glücklich, dass die achte Auflage ein so großer Erfolg war! Dass die Rad-Bundesliga zum bereits zweiten Mal mit dabei war und unser Rennen als Generalprobe für die WM in Tirol genützt hat, ehrt uns natürlich umso mehr und zeigt auch die Klasse des Events. Darauf sind wir wirklich stolz. Georg Preidlers Zeit war einmal mehr phänomenal, wir freuen uns sehr über seinen erneuten Streckenrekord. Aber natürlich auch besonders über die Leistung der Damen, allen voran Adelheid Schütz und Barbara Mayer und natürlich der von Marcus Baranski.“
Der King of the Lake 2018 in Bildern:

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