Quintana siegt, Froome fällt zurück, Sagan muss um Tour-Fortsetzung bangen

Gezeichnet von seinem Sturz: Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) - Foto: © BORA - hansgrohe / Bettinophoto

Kurz, aber ereignisreich: Mit einer Machtdemonstration von Geraint Thomas (Sky) und dem Tagessieg von Nairo Quintana (Movistar) endete die spektakuläre Mini-Etappe des 17. Teilstücks bei der 105. Tour de France.

Der Kolumbianer Quintana konnte sich nach nur 65, aber äußerst anspruchvollen Kilometern von Bagnères-de-Luchon nach Saint-Lary-Soulan zur Bergankunft am Col du Portet in 2.215 Metern Höhe als Solist mit 28 Sekunden Vorsprung auf den Iren Daniel Martin (UAE Team Emirates) durchsetzen und seinen zweiten Tagessieg insgesamt bei einer Frankreich-Rundfahrt bejubeln.

Mit 47 Sekunden Rückstand auf Quintana kämpfte sich der Gesamtführende Brite Thomas nach zuvor zwei Bergen der ersten Kategorie ins Ziel und baute seine Führung im Gesamtklassement weiter aus und gilt vier Tage vor Ende nun als erster Anwärter auf den Gesamtsieg. Titelverteidiger Froome verlor 47 Sekunden auf seinen Teamkollegen und Landsmann. Neuer Gesamtzweiter ist vor der letzten Pyrenäen-Etappe am Donnerstag nun der Niederländer Tom Dumoulin (Sunweb/+1:59). Froome belegt mit weiteren 32 Sekunden Rückstand Platz drei.

Froome: „Geraint verdient es, in Gelb zu sein“

„Es war eine sehr intensive Etappe. Geraint ist so ein tolles Rennen gefahren, er verdient es wirklich, in Gelb zu sein“, sagte Froome, der nach der Etappe bei der Abfahrt mit einem Polizisten kollidierte und stürzte, aber unverletzt blieb. „Ich drücke die Daumen, dass er das Gelbe Trikot bis nach Paris bringen wird. So ist halt der Radsport, wir sind eine Mannschaft. Ich freue mich, immer noch in einer guten Position zu sein“, ergänzte der viermalige Tour-Sieger.

Sagan stürzt und muss bangen

Um die Fortsetzung des Rennens muss indes Weltmeister Peter Sagan bangen. Der Bora-hansgrohe-Profi stürzte auf der Abfahrt vom Col de Val Louron-Aze und zog sich dabei Hautabschürfungen und Prellungen zu. „Es war ein Fahrfehler – ich glaubte die Kurve schnell durchfahren zu können. Ich kam zu weit nach rechts und habe gebremst, aber das war zu wenig. Danach ging es in den Wald und mit dem Hintern bin ich auf einem Felsen gelandet. Ich bin natürlich verletzt, aber es könnte schlimmer sein“, sagte Sagan. Der fünfmalige Gewinner des Grünen Trikots will am Donnerstag über eine Weiterfahrt entscheiden.

Nicht mehr zum Start der Etappe antreten konnte hingegen Philippe Gilbert (Quick-Step Floors). Der Belgier stürzte auf der 16. Etappe 59 Kilometer vor dem Ziel in Führung liegend in der Abfahrt vom Col de Portet d’Aspet nach einem Fahrfehler und fiel über die Straßenmauer einen Abhang hinunter. Gilbert stieg wieder auf sein Rad und fuhr noch 60 Kilometer bis ins Ziel. Nach den darauffolgenden Untersuchungen kam dann das Aus für den Straßen-Weltmeister des Jahres 2012.

Foto: © BORA – hansgrohe / Bettinophoto 

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