Kittel jubelt bei Tirreno-Adriatico vor Sagan – Politt verpasst Etappensieg bei Paris-Nizza

Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) jubelt über seinen ersten Saisonsieg, Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) hat das Nachsehen - Foto: © BORA - hansgrohe / Bettiniphoto

Das lange Warten hat ein Ende: Marcel Kittel ist auf der 2. Etappe der 53. italienischen Fernfahrt Tirreno-Adriatico zum langersehnten ersten Sieg für sein neues Team Katusha-Alpecin gesprintet. Teamkollege Nils Politt verpasste nur knapp den Tagessieg bei Paris-Nizza.

Nach 167 Kilometer von Camaiore nach Follonica konnte der 29 Jahre alte Anstädter Kittel die Vorarbeit seiner Teamkollegen mit Rick Zabel als letzten Anfahrer perfekt vollenden und sich im Massensprint souverän gegen den slowakischen Weltmeister Peter Sagan aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall durchsetzen. Dritter wurde der Italiener Giacomo Nizzolo (Trek-Segafredo).

„Habe so lange auf diesen Sieg warten müssen“

„Die Jungs haben mich in perfekte Position gebracht. Ich habe so lange auf diesen Sieg warten müssen. Es hat nicht alles geklappt seit dem Saisonbeginn, aber wir haben hart gearbeitet und heute hat sich das endlich ausgezahlt“, bilanzierte Kittel im Anschluss an seinen ersten Profisieg auf italienischem Boden. Seine vier Etappensiege beim Giro d’Italia konnte Kittel 2014 in Belfast (Nordirland), Dublin (Irland) und zwei Jahre später in Nijmegen und Arnhem (Niederlande) einfahren.

„Ich denke, mein zweiter Platz heute war gut, war es doch eine Etappe für reine Sprinter. Das Team hat gut gearbeitet, doch in der letzten Runde kam es zu einem Sturz. Glücklicherweise war ich davor, aber ich denke, Marcus Burghardt war involviert“, sagte indes Sagan.

Neuer Gesamtführender des „Rennen zwischen den Meeren“ ist der Neuseeländer Patrick Bevin (BMC), der hinter dem polnischen Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski (Sky). Bevin, der mit seinem BMC-Rennstall das gestrige Mannschaftszeitfahren zum Auftakt gewann, liegt zeitgleich von seinen Teamkollegen Damiano Caruso, Greg van Avermaet und Rohan Dennis.

Politt enttäuschter Zweiter bei Paris-Nizza

Einen zweiten Katusha-Alpecin-Sieg des Tages verpasste indes knapp Nils Politt auf der 5. Etappe der 76. Auflage der französischen Fernfahrt Paris-Nizza. Der 24 Jahre alte Kölner musste sich nach 163,5 Kilometer von Salon-de-Provence nach Sisteron lediglich dem Franzosen Jerome Cousin (Direct Energie) geschlagen geben. Die Beiden waren die letzten von anfänglich neun Ausreißern.

Auf den letzten neun Kilometern verweigerte Cousin jedoch jegliche Führungsarbeit und sprintete erst kurz vor dem Zielstrich an Politt vorbei. Dieser schüttelte im Ziel nur verständnislos den Kopf. „Er blieb immer an meinem Hinterrad. Am Ende entschied ich, dass der zweite Platz besser ist als gar nichts. Einen Kilometer vor dem Ziel griff ich noch einmal an, um den Sprint zu vermeiden“, konstatierte Politt. Der Rostocker André Greipel (Lotto Soudal) sprintete knapp hinter Politt auf Platz drei.

Aus für Degenkolb

Beendet ist das „Rennen zur Sonne“ indes für John Degenkolb (Trek-Segafredo). Der 29 Jahre alte Geraer wird aufgrund einer Bronchitis nicht mehr zur 6. Etappe am Freitag antreten. „Es war eine schwere Entscheidung, aber ich will keine gesundheitliches Risiko eingehen und meine anstehenden Ziele gefährden“, sagte Degenkolb im Hinblick auf die anstehenden Frühlingsklassiker. Am 17. März steht zuerst das italienische Monument Mailand-Sanremo auf dem Plan, das Degenkolb im Jahr 2015 gewinnen konnte. Wegen der selben Erkrankung musste der Klassikerspezialist im Vorjahr bereits die WM im norwegischen Bergen absagen.

Foto: © BORA – hansgrohe / Bettiniphoto

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