Denifl siegt am Los Machucos, Nibali nähert sich schwächelndem Froome

Stefan Denifl vom irischen Zweitdivisionär Aqua Blue Sport hat auf der 17. Etappe für die erste faustdicke Überraschung bei der 72. Vuelta a España gesorgt.

Nach 180,5 Kilometern von Villadiego zur Bergankunft auf den Alto de los Machucos konnte sich der 29 Jahre alte Österreicher mit 28 Sekunden Vorsprung auf den Spanier Alberto Contador (Trek-Segafredo) als Solist durchsetzen und den größten Erfolg seiner Laufbahn perfekt machen.

„Ich wurde von Tag zu Tag besser und fühlte mich am Ruhetag am Montag richtig gut. Mein Ziel war es, in der letzten Woche auf einem Level zu sein, um eine Etappe zu gewinnen. Eine Etappe bei der Vuelta zu gewinnen – das ist einer der größten Tage in meinem Radsport-Leben“, sagte Denifl im Anschluss.

Froome büßt Zeit ein

Der bis dato bereits zweimal siegreiche Kolumibaner Miguel Angel Lopez (Astana) führte 64 Sekunden nach Denifl gefolgt von den zeitgleichen Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida), Ilnur Zakarin (Katusha-Alpecin) und Rafal Majka aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall die nächste Verfolgergruppe ins Ziel. Keinen guten Tag erwischte indes der britische Gesamtführende Christopher Froome (Sky). Einen Tag nach seinem souveränen Sieg im Zeitfahren konnte Tour-Sieger im bis zu 26 Prozent steilen Schlussanstieg seinen Kontrahenten nicht folgen und fuhr mit 1:46 Minuten Rückstand auf Denifl ins Ziel.

„Es ist nie schön Zeit zu verlieren, aber gleichzeitig bin ich immer noch sehr glücklich mit der Position, in der wir uns befinden. Wir wussten, dass es heute sehr hart werden würde und das war es dann auch“, sagte Froome, dessen Vorsprung in der Gesamtwertung auf Nibali sich vier Etappen vor Rundfahrtende auf 1:16 Minuten reduzierte. Rang drei belegt weiterhin der Niederländer Wilco Keldermann (Sunwb/+2:13), gefolgt vom Russen Zakarin (+2:25) und Altmeister Contador (+3:34).

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