Zehn Sekunden und 200 Meter fehlen Bodnar zum Sieg in Pau

Kämpferischster Fahrer der 11. Etappe der Tour de France 2017: Maciej Bodnar (Bora-hansgrohe) - Foto: © BORA-hansgrohe / Stiehl Photography

Gekämpft bis zum Schluss, aber dennoch eingeholt: Maciej Bodnar aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall hätte den Sprintern und Tagessieger Marcel Kittel (Quick-Step Floors) auf der 11. Etappe der 104. Tour de France fast einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Knapp 28 Kilometer vor dem Ziel der 203,5 Kilometer langen Etappe von Eymet nach Pau hatte sich der 32 Jahre alte Pole aus der dreiköpfigen Ausreißergruppe des Tages von seinen beiden Begleitern Marco Marcato (UAD Team Emirates) und Frederik Backaert (Wanty – Groupe Gobert) absetzen können – und wurde erst 200 Meter vor dem Ziel vom heranrauschenden Feld eingeholt.

„Habe alles gegeben“

„Ich hatte heute gute Beine und bin früh in die Gruppe gegangen. Wir haben dann alle gut zusammengearbeitet. Als der Abstand bei 40 Sekunden war, habe ich attackiert, weil ich mich immer noch stark gefühlt habe. Ich bin zwischendurch gar nicht voll gefahren, um Kräfte für das Ende zu sparen“, sagte Zeitfahrspezialist Bodnar, der auf den letzten zehn Kilometern bis ans Limit ging – letztlich erfolglos.

„Bei zwei Kilometern habe ich mich einmal umgedreht und gesehen, dass ich noch über 200 Meter Vorsprung hatte, da dachte ich, dass es reichen kann, aber die letzten 400 Meter waren richtig hart, da war Gegenwind“, ergänzte der Pole und bilanzierte: „Das Feld war am Ende einfach zu schnell, es haben nur 200 Meter gefehlt, aber was will man machen, ich habe alles gegeben. Die letzten fünf Kilometer waren wie ein Sprint. Hätte ich zehn Sekunden mehr gehabt, es hätte gereicht.“

Mit der Roten Startnummer durch die Pyrenäen

Als kleines Trostpflaster für die unvollendete Müh wurde Bodnar bei der anschließenden Siegerehrung mit der Roten Startnummer für den kämpferichsten Fahrer des Tages ausgezeichnet. Diese wird morgen auf der 12. Etappe auf dem ersten Pyrenäen-Abschnitt der Frankreich-Rundfahrt 2017 sein Bora-hansgrohe-Trikot schmücken.

Foto: © BORA-hansgrohe / Stiehl Photography

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