Erst Helfer, nun Kapitän: Selig sprintet unbeeindruckt in die Weltklasse

Ist nach dem Aus von Peter Sagan zum Bora-hansgrohe-Sprintkapitän bei der 104. Tour de France aufgestiegen: Rüdiger Selig - Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

Des einen Leid, des anderen Freud: Nach dem Ausschluss von Peter Sagan ist Rüdiger Selig beim Team Bora-hansgrohe zum Sprintkapitän bei der 104. Tour de France aufgestiegen – und sprintet im Konzert der Großen unbeeindruckt mit.

Gleich zweimal konnte der 28 Jahre alte Wahl-Berliner nach der Abreise Sagans in die Top-10 sprinten. Auf der 6. Etappe wurde Selig Neunter, einen Tag später jagte der gebürtige Zwenkauer beim dritten Etappensieg von Marcel Kittel (Quick-Step Floors) sogar als Siebter über den Zielstrich – und damit noch vor André Greipel (Lotto Soudal), der Neunter wurde. Doch es hätte durchaus noch weiter nach vorne gehen können für Selig.

„Hatte nichts mehr im Tank“

„Bei 1500 Metern musste ich hinter Greipel bremsen und habe meinen ganzen Schwung verloren. Es war sehr hart dann wieder zu beschleunigen und nach vorne zu kommen“, sagte er nach der Etappe und ergänzte: „Ich habe alle Kräfte mobilisiert und bin dann doch noch in guter Position gewesen. Als Kittel angetreten hat, hatte ich aber nichts mehr im Tank. Auch meine Übersetzung von 54×11 war heute zu leicht, bei dem schnellen Finale. Aber ich bin Happy, dass es mir besser geht, und mit dem 7. Platz bin ich zufrieden.“

Teamleitung sehr zufrieden

Auch die sportliche Leitung des Rennstalls aus dem oberbayerischen Raubling ist mit den gezeigten Leistungen Seligs rundum zufrieden. „Großer Respekt für Rudis Leistung, alleine dort vorne mitzukämpfen, gegen die großen Mannschaften, das ist alles andere als einfach. Es ist unglaublich wie er schafft zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Mit dem 7. Platz sind wir absolut zufrieden“, bilanzierte Patxi Vila.

Foto: Christopher Jobb / www.christopherjobb.de

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