Talansky beendet zweijährige Cannondale-Durststrecke auf dem Mt. Baldy

Jubel auf dem Mt. Baldy: Andrew Talansky (Cannodale-Drapac) gewinnt die Königsetappe der Kalifornien-Rundfahrt 2017

Ende einer langen Durststrecke: Andrew Talansky hat die mehr als zwei Jahre anhaltende Erfolglosigkeit beendet und auf der Königsetappe der 12. Tour of California wieder für einen Sieg seines Cannondale-Drapac-Rennstalls gesorgt.

Der 28 Jahre US-Amerikaner konnte sich auf dem fünften Teilstück nach 125,5 Kilometern von Ontario zur Bergankunft auf den 1.964 Meter hohen Mount Baldy vor dem Polen Rafal Majka aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall und dem Neuseeländer George Bennett (Lotto NL-Jumbo/+0:02) behaupten.

Rang vier und fünf belegten mit Ian Boswell (Sky) und Brent Bookwalter (BMC) zwei weitere US-Amerikaner. Bester Deutscher wurde mit 3:28 Minuten Rückstand auf den Tagessieger der Berliner Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors) als 20.

Talansky: „Wir haben das gebraucht“

„Wir haben das gebraucht und sind alle überglücklich“, sagte Talansky, dessen US-Team zuletzt durch Davide Formolo auf der 4. Etappe des Giro d’Italia 2015 über einen Sieg jubeln durfte. Durch den Sieg konnte sich Talansky zugleich vom achten auf den vierten Platz der Gesamtwertung verbessern. Diese führt weiterhin der Tageszweite Majka mit sechs Sekunden vor Bennett und Boswell (+0:25) an.

„Ich hätte natürlich gerne noch etwas Zeit herausgeholt, aber Rafal ist super stark. Ich habe es ein paar Mal versucht, aber er ist immer wieder zurückgekommen, genau wie Bennett“, meinte Talansky, dessen Rückstand auf Majka vor dem 24 Kilometer Einzelzeitfahren der 6. Etappe am Big Bear Lake in knapp 2.000 Metern Höhe 44 Sekunden beträgt.

Majka nimmt die Kurve falsch

„Ich bin den Anstieg heute zum ersten Mal gefahren, er ist sehr hart, am Ende aber mit vielen Kurven. Als ich den Sprint angetreten habe, bin ich rechts gefahren, die letzte Kurve war aber nach links, da ist Talansky an mir vorbei. Ich denke, ich hätte gewinnen können, hätte ich das Finale gekannt“, bilanzierte indes Majka.

Sein auf der 2. Etappe übernommenes Gelbes Trikot möchte der Bora-hansgrohe-Kapitän nun im Kampf gegen die Uhr in luftiger Höhe verteidigen und somit einen großen Schritt zum Gesamtsieg der siebentätigen WorldTour-Rundfahrt machen. „Jetzt entscheidet das Zeitfahren morgen. Aber auf fast 2000 Metern, ist das auch anders als wäre es auf Meeresniveau. Ich werde versuchen, das Trikot zu verteidigen, was gegen Talansky und Bookwalter nicht leicht wird“, meinte der 27-Jährige.

Foto: © Jim Safford

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